Selbstzweifel Ade: Mit positivem Mindset Ihr Selbstvertrauen stärken

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Ein gutes Maß an Selbstvertrauen kann sich nicht nur positiv auf unsere Karriere auswirken, es sorgt auch für mehr Zufriedenheit im (Berufs)Leben. Das ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass selbstbewusste Menschen wissen, was sie wollen und sich über Ihre Fähigkeiten und Ziele im Klaren sind. Doch egal, wie gefestigt unser Selbstbewusstsein ist, irgendwann kommen wir alle mal an einen Punkt, an dem Selbstzweifel und negatives Denken überwiegen und unser Selbstbewusstsein ins Wanken gerät. Deshalb zeigen wir Ihnen im Folgenden wie Sie negative Mindloops (Denkschleifen) durchbrechen, Selbstzweifeln aktiv entgegenwirken und so Ihr Selbstvertrauen stärken.

Selbstzweifel: Wenn der innere Kritiker Oberwasser hat

Unser Leben verläuft in den seltensten Fällen schnurgerade. Vielmehr unterliegen wir einem Wechsel von Höhen und Tiefen: Mal scheint alles reibungslos und wie von selbst zu laufen, dann geraten wir plötzlich wieder in turbulenteres Fahrwasser, sodass Selbstzweifel in uns laut werden. Diese Schwankungen sind völlig normal und gehören zum Leben dazu. Problematisch wird die Situation erst, wenn wir aus der selbstkritischen Denkspirale nicht wieder herausfinden und das Vertrauen in unsere Stärken und Fähigkeiten verlieren. Umso wichtiger ist es zu wissen, wie man diese negativen Denkschleifen auflöst und so den Selbstzweifeln den Riegel vorschiebt.

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Ausstieg aus dem Gedankenkarussell in vier Schritten

Das Auflösen gedanklicher Abwärtsspiralen muss in zwei Phasen erfolgen:

  • Mindloops hinterfragen und durchbrechen (Schritt 1 bis 4)
  • Selbstvertrauen stärken

1. Werden Sie sich Ihrer Gedanken bewusst

Der erste Schritt, um das Grübeln zu beenden, ist, die eigenen Gedanken bewusst wahrzunehmen. Ein regelmäßiger Gedanken-Check kann hierbei hilfreich sein: Wählen Sie einen bestimmten Zeitpunkt oder eine bestimmte Situation (z.B. jedes Mal, wenn Sie sich einen Kaffee holen) um zu überprüfen, was sich gerade in Ihrem Kopf abspielt. Das mag sich banal anhören, ist jedoch die Grundvoraussetzung, um irgendwann in der Lage zu sein, die Wahrnehmung wieder auf die positiven Dinge des Alltags lenken können.

2. Benennen Sie Ihre Gedanken und betrachten sie mit Abstand

Wenn wir erst einmal tief im negativen Mindloop stecken, fällt es uns extrem schwer, uns nicht mit unseren schlechten Gedanken zu identifizieren. Um diese wieder mit Abstand betrachten zu können, ist es wichtig, seine Gedanken benennen zu können. Erst dann ist es uns möglich, sich Schritt für Schritt wieder von ihnen zu distanzieren. Ein konkretes Beispiel: Sobald Sie Ihren Gedanken klar benennen können (z.B. „Ich kann nicht gut präsentieren“), können Sie sich an dieser Stelle sagen „Ich denke, dass ich nicht gut präsentieren kann!“. Dies ist ein kleiner, aber essenzieller Unterschied, der dabei hilft, eine neue Perspektive einzunehmen und die eigenen Gedanken wieder mit mehr Abstand betrachten zu können.

3. Unterziehen Sie Ihre Gedanken einem Realitäts-Check

„Glaube nicht alles, was du denkst!“, lautet ein bekanntes Sprichwort, welches wir uns immer mal wieder ins Gedächtnis rufen sollten. Machen Sie stattdessen einen Fakten-Check und stellen sich folgende Fragen:

  • Woher kommt dieser negative Gedanke?
  • Ist dieser Gedanke überhaupt wahr?
  • Durch welche Verhaltensmuster erhalte ich den Gedanken am Leben?

Wenn Sie diesen Check durchgeführt haben, stellen Sie sich die abschließende Frage „Nützt mir der Gedanke? Bringt er mich auf meinem Weg weiter?“. Ihre ehrliche Antwort wird lauten: Nein! Machen Sie sich bewusst, dass negatives Denken Sie immer weiter von dem entfernt, was Sie eigentlich wollen, da es schlechte Gefühle erzeugt und das Selbstbewusstsein mindert. Rufen Sie sich diese Tatsache immer wieder ins Gedächtnis, um dem Abwärtstrend in die fatale Gedankenspirale aktiv entgegenzuwirken.

4. Ersetzen Sie negative Gedanken durch positive!

Sobald wir in der Lage sind, unsere Gedanken mit Abstand zu betrachten und zu realisieren, dass sie uns nicht weiterbringen, sondern lediglich blockieren, können wir beginnen, negative Mindloops durch positive Gedanken zu ersetzen. An dieser Stelle sollten wir uns die Frage stellen, welche Gedanken uns dabei helfen, unserem Ziel näher zu kommen und uns besser zu fühlen. Nehmen Sie sich für die Beantwortung dieser Frage ausreichend Zeit und halten Sie Ihre Ergebnisse am besten schriftlich fest. Alternativ können Sie auch Ihre negativen Gedanken aufschreiben und ihnen entsprechende positive Argumente gegenüberstellen, mit denen der kritische Konterpart ersetzt werden kann. Ein konkretes Beispiel: „Ich werde bestimmt scheitern“ wird durch „Ich habe bereits viele Situationen in meinem Leben erfolgreich gemeistert“ ersetzt.

Das Finale: Selbstvertrauen stärken mit Selbstanalyse

Sind Sie die negativen Gedanken endlich wieder losgeworden, ist es wichtig, wieder ein Gespür dafür zu entwickeln, was unsere Stärken sind. Dies erfolgt auf Basis der Eigenwahrnehmung und Eigenbewertung:

  1. Unsere Eigenwahrnehmung, also das Bewusstsein darüber, wer wir sind, was wir fühlen und können (z.B.: „Ich bin einfühlsam, kann gut programmieren, kann gut zuhören, spreche fließend Spanisch…“)
  2. Unsere Eigenbewertung, also die Anerkennung unserer Kompetenzen und Talente (z.B.: „Ich bin stolz darauf, wie ich diese Präsentation gemeistert habe“)

Diese beiden Prozesse sorgen dafür, dass wir wieder mehr Vertrauen in uns selbst und in unsere Fähigkeiten gewinnen, uns selbst als wertvoll erachten und uns unserer Qualitäten bewusst sind. Gleichzeitig schwinden so unsere Unsicherheiten und Ängste. So gelangen wir unsere geistige Unabhängigkeit sowie unsere emotionale Freiheit zurück und können uns entspannt und voller Selbstvertrauen unserer Karriere widmen und unseren beruflichen Erfolg in vollen Zügen genießen.

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Über den:die Autor:in

Jasmin Burgey

arbeitet im Marketing der Haufe Akademie für den Themenbereich Persönliche und Soziale Kompetenzen.

Zur Themenübersicht Persönliche und soziale Kompetenzen

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