Kontinuierliche Weiterentwicklung – diese Strategien helfen

Lebenslanges Lernen ist in der modernen Arbeitswelt wichtig. Gute Strategien für die kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten liefern die Ökonominnen Karie Willyerd und Barbara Mistick.

Denken Sie einmal kurz an die Arbeitswelt vor zehn Jahren zurück: Es gab keine Cloud-Anwendungen, das erste Smartphone war noch nicht auf dem Markt, die flexible Arbeit steckte noch in den Kinderschuhen. Und wie arbeiten wir 2028? Der stetige Wandel der digitalen Welt macht genaue Prognosen kaum möglich, schreibt Barbara Mistick in ihrem neuen Buch „Stretch: How to Future Proof Yourself for Tomorrow’s Workplace“. Umso wichtiger sei es deshalb, immer „Up-To-Date“ zu sein. Dauerhaft relevant in seinem Beruf zu bleiben, ist aus ihrer Sicht ein ständiger Prozess aus (Weiter-)Bildung und Anpassung der eigenen Fähigkeiten. Die Ökonomin gibt gemeinsam mit Co-Autorin Karie Willyerd wertvolle Tipps, wie eine kontinuierliche Weiterentwicklung gelingt.

„Stretch how we learn, stretch to stay open in our thinking, stretch to build diverse networks and experiences, and stretch our motivation.“

Eins vorweg: Das von den beiden Ökonominnen beschriebene „Stretching” ist kein 5-Minuten-Programm. Es ist harte Arbeit an sich selbst – dafür lassen sich aber all ihre Empfehlungen auf eigene Faust und mit wirklich jedem Budget umsetzen. Jeder kann selbst entscheiden, ob er lieber sein Wissen mit Büchern und Blogartikeln vergrößert oder Seminare besucht. Für jeden Lerntyp enthält das Buch eine Vielzahl an Möglichkeiten, um die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, neue Perspektiven zu entdecken und sich so auf die Arbeitswelt der Zukunft vorzubereiten.

Diese fünf grundlegenden Strategien zur kontinuierlichen Weiterentwicklung haben die Ökonominnen ausgemacht:

  • Perspektiven_Stretch_QuelleLearn on the fly: Es bringt uns weiter, in und aus der Praxis lernen. Die eigene Weiterentwicklung liegt in unserer Hand.
  • Be open: Es hilft uns, offen für neue Erfahrungen und konstruktives Feedback zu sein. Durch Input von außen können wir dazulernen.
  • Build a diverse network: Wenn wir ein Netzwerk aufbauen, suchen wir aktiv nach neuen Erfahrungen und erhalten neue Impulse.
  • Be greedy about experience: In vielen Aufgaben stecken wertvolle Erfahrungen. Tipp der Autorinnen: Nehmt diese Erfahrungen an!
  • Bounce forward: Wenn wir Ziele und Träume für die Zukunft entwickeln, geben sie uns Orientierung im Arbeitsalltag. Und das hilft uns dabei, voranzukommen.

Zu jeder dieser Empfehlungen bieten die Autorinnen in ihrem Buch hilfreiche Strategien und kurze Selbsttests, die dabei helfen können, die eigene Haltung und das eigene Denken am Arbeitsplatz positiv zu verändern.

Unterstrichen werden die Handlungsvorschläge durch Geschichten aus der Praxis. Ein Journalist wird trotz Pulitzer Preis und ausgezeichneten Reportagen aus der gesamten Welt arbeitslos. Der Grund: Es gelingt ihm nicht, sich auf den digitalen Medienwandel einzulassen. Ohne Verständnis für digitale Technologien wird er quasi „nutzlos“ für den Arbeitsmarkt – trotz ausgezeichneter Fähigkeiten als Autor der alten Schule.

Die Moral der Geschichte: Nur wer neugierig bleibt und sich stetig weiterentwickelt, bleibt auch wichtig. Natürlich gibt es auch positive Anekdoten – zum Beispiel über die Vorteile vom „Geben und Nehmen“ und der Unterstützung von seinen Mitmenschen. Das Miteinander macht nicht nur glücklich, sondern hält aus Sicht der Autorinnen auch das eigene Netzwerk lebendig. „Wer möchte nicht Teil einer Gemeinschaft sein, die hilft neue Jobs und Aufträge zu finden, Probleme löst und uns in Krisenzeit unterstützt“, schreiben sie.

Auch für die Suche nach neuen Erfahrungen haben Karie Willyerd und Barbara Mistick Ratschläge – zum Beispiel sollten wir sehr genau darüber nachdenken, welche neuen Erfahrungen wir machen wollen und in welcher Zeit. So nehmen wir die Weiterentwicklung aktiv selbst in die Hand.

„Don’t just let experiences happen to you, but choose the experiences that benefit you the most.“

Der letzte Abschnitt zu Träumen und langfristigen Zielen fällt besonders anekdotenreich aus. Anhand von Geschichten über Steven Spielberg, Ex-Disneyboss Alan Horn oder Schriftsteller John Gardner erfahren Sie als Leser, wie man seine Träume durch Höhen und Tiefen verfolgt. Die Erkenntnis: Für das sogenannte „Bounce forward“ sind drei Fähigkeiten nötig.

  • Ausdauer und Leidenschaft für ein langfristiges Ziel
  • Belastbarkeit durch schnelle Anpassung und Erholung nach Rückschlägen
  • Motivation und Antrieb

Perspektiven_Stretch_QuelleIn solchen Einsichten liegt die große Stärke von „Stretch: How to Future Proof Yourself for Tomorrow’s Workplace“. Das Buch profitiert von evidenzbasierten Erkenntnissen und der großen Business-Erfahrung der Autorinnen. Es bietet Ihnen als Leser Lösungen an, die Ihnen dabei helfen können, die Anforderungen der Arbeitswelt von morgen zu erfüllen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln – vorausgesetzt, Sie haben Lust darauf, die Vorschläge umzusetzen!

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