Digitaler Wandel – die Antwort der Personalentwicklung

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Digitalisierung ist derzeit das Buzzword. Das bedeutet, dass nicht alle, die von Digitalisierung reden, auch wissen, was das genau bedeutet. Im Grunde beschreibt das Konzept der Digitalisierung einen grundlegenden Wandel, der durch neue und vorwiegend digitale Technologien ausgelöst wurde und dessen Auswirkungen nur in Teilen abschätzbar sind. Deshalb wird nicht nur von der digitalen Transformation, sondern sogar von der digitalen Revolution gesprochen – zurecht!

Große Veränderung der Abläufe

Für Organisationen bedeutet der Wandel durch die Digitalisierung große Veränderungen in einer Vielzahl von Abläufen. Kommunikation verändert sich ebenso, wie Kollaboration. Nicht nur erlauben es die neuen Technologien, Daten und Informationen schneller und auf vielfältigere Arten zu übermitteln, auch die Zusammenarbeit an Dokumenten in Echtzeit und über Kontinente hinweg ist inzwischen Realität.

Das führt dazu, dass sich die Geschwindigkeit vieler Prozesse in den vergangenen Jahren enorm erhöht hat, worauf Organisationen zwangsläufig mit einem erhöhten Maß an Flexibilität reagieren müssen, um nicht gleich dem sprichwörtlichen Kaninchen vor der Schlange zu erstarren oder gar zu zerbrechen.

Verändertes Kundenverhalten birgt Chancen und Risiken Aber nicht nur die Abläufe im Unternehmen ändern sich, auch der Umgang mit den und das Verhalten der Kunden ist ein anderes, was sowohl mit Chancen als auch mit Risiken verbunden ist. Denn einerseits können Kunden in der Digital Economy sehr viel schneller und bequemer Informationen über Produkte recherchieren, diese bestellen und bekommen. Sie können aber auch ebenso schnell Kommentare zu Produkten und Unternehmen geben. Diese Kommentare können bestenfalls zu einer deutlichen Umsatzsteigerung
führen. Wenn es schlecht läuft, kann eine Vielzahl an negativen Kommentaren in Form eines so genannten Shitstorms die Existenz eines Unternehmens bedrohen. Zum Glück gibt es Technologien, die analog zu einem Wetterbericht solche digitalen Unwetter voraussagen können.

Lernbereitschaft ist wichtig

Um mit solchen Phänomenen wie diesem sicher umgehen und etwa die „Voraussage-Technologien“ bedienen zu können, müssen Organisationen genauso wie ihre Mitarbeiter ständig bereit sein zu lernen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Denn unsere Wissensgesellschaft fordert eine ständige Erneuerung des Wissens. Während in vielen traditionellen Bereichen die Zahl der Arbeitsplätze zurückgehen, entstehen im digitalen Bereich eine Vielzahl neuer Berufe und Bedarfe. Menschen führen viele Arbeiten nicht mehr selbst aus, sondern überwachen vielmehr die Maschinen, die sie ausführen. Führungs- und Kreativarbeit ist kaum substituierbar. Die Zukunft gehört der Wissensarbeit.

Mehr Wissensarbeit, weniger Routine

Wissensarbeit wird hier – in Abgrenzung zur Routinearbeit – als die problemlösenden Tätigkeiten verstanden, bei denen der Lösungsweg oft nur zum Teil oder noch gar nicht bekannt ist. Man betritt also in der Regel Neuland, während bei Routinetätigkeiten der Weg vorgezeichnet und vertraut ist. Deshalb sind für die Wissensarbeiter der Zukunft Soft und Social Skills von großer Bedeutung. Dazu zählen beispielsweise Kooperation, Kommunikation und Veränderungsbereitschaft. Nicht nur wegen der für Kommunikation und Zusammenarbeit zur Verfügung stehenden technologischen Hilfsmittel sind diese Fähigkeiten wichtig. Auch, weil mit diesen beiden Skills weitere zusammenhängen,
wie beispielsweise die Fähigkeit zu Teamwork und die Aufgeschlossenheit, anderen und neuen Ansätzen offen zu begegnen. Und Projektmanagement, was in immer komplexeren Herausforderungen immer wichtiger wird, funktioniert ohne all diese Skills nur sehr schlecht.

Aufgaben der Personalentwicklung

An dieser Stelle kann und muss die Personalentwicklung einhaken. Mitarbeiter werden nicht zwangsläufig als kommunikative und aufgeschlossene Projektmanager geboren. Sie können es aber lernen und müssen dabei unterstützt werden. Die Aufgabe der Mitarbeiterentwicklung fällt aber nicht der Personalabteilung alleine zu, sondern auch den Führungskräften, die sich wiederum selbst auf die Veränderungen einstellen und auch darauf vorbereitet werden müssen. Im Kontext der digitalen Revolution wird inzwischen von einer VUKA-Umwelt gesprochen, wobei das Akronym für Volatilität, Ungewissheit, Komplexität und Ambivalenz steht, also die Charakteristiken, denen sich Organisationen und ihre Mitglieder ausgesetzt sehen. Für Organisationen und Leadership-Modelle bedeutet das eine tiefgreifende Transformation. Unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Dr. Thorsten Petry, Lehrstuhl für Organisation & Personalmanagement an der Wiesbaden Business School (Hochschule RheinMain) hat sich die Haufe Akademie mit den Fragestellungen befasst, wie Organisationen und ihre Stakeholder den neuen Herausforderungen begegnen und diese meistern können. Die Antworten wurden in dem E-Book „Strategien der Personalentwicklung in der digitalen Revolution” zusammengefasst.

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Personalentwicklung und Strategien in der Digitalisierung Beleuchtet wird insbesondere die Rolle der Personalentwicklung in Zeiten der Digitalisierung, aber auch die nötigen Entwicklungsstrategien. Es geht auf die verschiedenen Rollen ein, die die verschiedenen Teile der Organisation einnehmen können und sollten, aber auch um erfolgsversprechenden Vorgehensweisen. Welche Lernansätze sind in welchen Situationen zielführend? Es wird unterschieden zwischen informellen und formellen Ansätzen, Einzel- bzw. Selbstlernsituationen und dem Lernen in der Gruppe. Die verschiedenen Ziele der Wissensvermittlung haben verschiedene Formate, die für sie gut funktionieren.

Der Fokus von Organisationen liegt dabei immer darauf, analog zur Industrie 4.0 eine Kultur 4.0 zu etablieren, in der die Mitarbeiter die nötigen Skills lernen und anwenden und die Führungskräfte den Mut entwickeln, getreu dem Erfolgsrezept zu handeln: Kontrolle aufgeben – Führung behalten. Digital Leadership muss den Digital Workplace schaffen. Das E-Book erklärt, wie die Personalentwicklung dazu beitragen kann, die Organisation für die digitale Revolution aufzustellen und in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

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Über den Autor

Katrin Evers ist Diplom-Betriebswirtin und Contentmanagerin für den Bereich Unternehmenslösungen bei der Haufe Akademie.

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