Tipps für die Auswahl des passenden Coaches

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Schier unüberschaubar ist das Angebot an Coaches, Beratern und Trainern.

Wie aber findet ein Unternehmen genau den Experten, der zu dem zu coachenden Mitarbeiter und der Themenstellung im Unternehmen am besten passt?

Kein leichtes Unterfangen. Wer als Verantwortlicher den Experten beauftragt, mit dem er bereits gute Erfahrungen gemacht hat, hat sicherlich eine schnelle Lösung gefunden. Doch ist dies auch die beste Lösung?

Bei der großen Auswahl an Coaching-Anbietern ist es kein leichtes Unterfangen, den geeigneten Coach für ein konkretes Coaching-Vorhaben zu finden. Viele Personalabteilungen greifen in dieser Entscheidungssituation auf den Berater, Coach oder Trainer zurück mit dem sie bereits gute Erfahrungen gemacht haben. Dieses Vorgehen sichert schnelle Realisierungsmöglichkeiten und macht dann Sinn, wenn der angesprochene Coach, Berater oder Trainer

  • nachweisbare Erfahrungen und eine passende Ausbildung in dem betreffenden Themengebiet hat,
  • seine bisherigen Erfahrungen im Unternehmen angemessen einsetzt und Lösungsansätze weiterentwickelt, um zusätzchen Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen,
  • durch den neuen Auftrag nicht mit bisherigen, laufenden oder geplanten anderen Aktivitäten für das gleiche Unternehmen in Interessenkonflikte gerät (z. B. Coaching von Führungskräften oder unterstellten Mitarbeitern oder Kollegen auf gleicher Hierarchieebene des Coaching-Kunden).

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, steht einer erfolgreichen Durchführung des neuen Auftrags nichts im Wege.

Oft werden jedoch Berater, Coaches oder Trainer, mit denen ein Unternehmen gut zusammenarbeitet, gefragt, ob sie auch ein ganz anderes Thema übernehmen können. So kann es sein, dass ein Teamtrainer plötzlich die Anfrage erhält, ob er auch eine Führungskraft professionell coachen kann.

Mögliche Antwort des Angefragten: „Ja – natürlich. Mache ich gerne.“ Das ist dann kein Problem, wenn er tatsächlich über die benötigte Expertise und Erfahrung verfügt. Doch einige Anbieter sagen vermutlich „Ja“, obwohl sie sich in dieses Themengebiet erst zeitintensiv einarbeiten müssen. Sie nehmen den Auftrag an, weil eventuell zu befürchten ist, dass ihr Kunde ein „Nein“ als Kompetenz- und Leistungsschwäche interpretiert und weil der andere Berater, Coach oder Trainer bei guter Arbeit auch bei weiteren Aufträgen zum Zuge kommt. Diese wirtschaftlichen Überlegungen sind für viele Anbieter nicht unerheblich.

Von einem exzellenten Trainer, Berater oder Coach können Unternehmen in einer solchen Situation ehrliche, reflektierte Antworten erwarten, wie z. B.:

  • „In dieser Form habe ich dies noch nicht gemacht. Allerdings habe ich […] schon erfolgreich gelöst. Aufgrund von […] traue ich mir dieses neue Thema zu“.
  • „Ich habe keine Erfahrung auf diesem Gebiet. Ich kann Ihnen aber Frau / Herrn […] empfehlen.“

Diese klaren Aussagen führen dazu, dass das Unternehmen die richtigen Entscheidungen fällen kann und den Angesprochenen als kompetenten und zuverlässigen Experten auch für künftige Aufträge sieht.

Was bei der Auswahl eines Coaches zu beachten ist:

Konkrete Kompetenzen sind entscheidend. Coaching ist die nachhaltigste und individuellste Form der Personalentwicklung. Coachings werden vor allem für herausragende Mitarbeiter oder für herausragende Situationen bewilligt. Deshalb ist es wichtig, sorgfältig zu überlegen wie und an wen ein Coaching-Auftrag vergeben wird.

Die Chancen für ein erfolgreiches Coaching sind besonders groß, wenn

  • die Auswahl des eingesetzten Coaches bewusst und gut begründet getroffen wird,
  • der Auftraggeber die Auswahl unter mehreren Coaches hat; hier bieten Coach-Pools eine interessante Möglichkeit,
  • entsprechende Referenzen und Ansprechpartner vom Coach genannt werden können,
  • der eingesetzte Coach eine fundierte und zur Aufgabenstellung passende Ausbildung hat.
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