10 Tipps für erfolgreiche Karriere-Websites

0
Like
Like Love Haha Wow Sad Angry
1


Trotz Social Media: Karriereseiten sind zentrale Anlaufstelle und beliebteste Informationsquelle für Bewerber:innen.

Sobald es bei der konkreten Stellensuche darum geht, das Unternehmen kennenzulernen und sich einen ersten Eindruck zu verschaffen, ist sie von überragender Bedeutung. Es gibt sogar Talente, die sich nicht bewerben würden, wenn keine Karriere-Website vorhanden ist.

Um mit einer oder mehrerer Karriere-Website richtig punkten zu können, ist es wichtig, die Bewerber:innen emotional anzusprechen und sich so von der Masse der anderen Organisationen abzuheben. Das Unternehmen muss sich authentisch präsentieren, um die Talente anzusprechen, die zum Unternehmen passen und umgekehrt.

Durch Karriere-Websites entstehen für Organisationen unterschiedliche Vorteile: Zunächst ist sie die Visitenkarte und präsentiert das Unternehmen im Netz. Zugleich zeichnen innovativ gestaltete Web-Auftritte aber auch ein zukunftsorientiertes Unternehmen aus und helfen, sich strategisch zu positionieren. Denn das Hauptaugenmerk einer Karriere-Website liegt nicht auf der Repräsentation des Unternehmens, sondern vielmehr auf dem Gewinn von potenziellen Bewerbern:innen. Und dieser Erfolg ist messbar!

Unsere Seminarempfehlung

Ich krieg' Dich! Trends und Praxis in Personalmarketing und Recruiting

Die Bedeutung von Personalmarketing und Recruiting steigt, denn immer mehr Arbeitsmarktsegmente sind so gut wie leergefegt. Um Top-Talente und Leistungsträger anzuziehen und offene Positionen besetzen zu können, muss Ihr Unternehmen positiv auffallen und die Recruitingprozesse den neuen Anforderungen anpassen.


Direkt zur Veranstaltung

Gewinnen Sie Kandidaten:innen mit diesen 10 Tipps

1. Suchmaschinenoptimierung

Daran führt kein Weg vorbei. Ein Ranking auf der 2. Google-Such-Ergebnisseite ist nichts mehr wert! Deshalb sollten Sie durch Suchmaschinenoptimierung (SEO) dafür sorgen, dass Ihre Karriere-Website gefunden wird. Je nach Zielgruppe, Tätigkeiten etc. könnte es sinnvoll sein, dass Ihre Karriereseiten aus mehreren Unterseiten bestehen.

2. Zielgruppenorientierung

Die angegebenen Informationen müssen zielgruppenorientiert aufbereitet sein. Sowohl Hochschulabsolventen:innen als auch Fachkräfte und Manager:innen oder Quereinsteiger:innen landen auf der Karriere-Website. Hierbei gilt: Für die verschiedenen Gruppen müssen verschiedene Inhalte bereitgestellt werden. Empfehlenswert sind direkte Ansprachen in den entsprechenden Rubriken. Die Otto GmbH & Co. KG clustert z. B. Informationen nach Karrierestufen und führt die potenziellen Bewerber:innen dadurch direkt zu den jeweils relevanten Informationen (Otto belegte Platz Nr. 1 des HR Benchmarks, eine fest etablierte, jährliche Studie zum Status quo digitaler Karriereseiten, durchgeführt von der NetFed GmbH).

3. Bediener:innenfreundlichkeit

Eine bedienerfreundliche Oberfläche (Usability) ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich Bewerber:innen mit der Website überhaupt auseinandersetzen. Dazu zählt eine übersichtliche Struktur der Inhalte im Responsive Design, d. h., die Inhalte müssen auch auf Endgeräten wie Smartphones, Tablets o. Ä. ansprechend dargestellt werden. Denn für Bewerber:innen ist es längst eine Selbstverständlichkeit, Stellenanzeigen via Smartphone oder Tablet von unterwegs aufzurufen.

4. Aktuelle Informationen

Bieten Sie aktuelle und umfassende Informationen. Schließlich will der:die Bewerber:in frühzeitig erfahren, mit wem er:sie es zu tun hat, was genau hinter dem Unternehmen steckt und ob die Organisation für ihn:sie attraktiv ist. Über eine lebhafte, beziehungsaufbauende Selbstdarstellung und Einblicke hinter die Unternehmenskulissen wecken Sie Emotionen und die Aufmerksamkeit der Bewerber:innen. Erst dann entscheidet der:die Kandidat:in, ob sich der Aufwand lohnt. Siemens lässt z. B. Mitarbeiter:innen in Videos zu Wort kommen, um über ihre Arbeit beim Unternehmen zu erzählen.

5. Multimedia-Elemente

Punkten Sie mit Multimedia-Elementen wie Fotos, Podcasts oder Videos. Diese wecken die Aufmerksamkeit und dienen effektiv der Veranschaulichung, insbesondere von komplexeren Themen. Webgerecht aufbereitete Texte mit Teasern, kurzen Sätzen, Zwischenüberschriften und Absätzen sind ein Muss. Wichtiger Content wird dadurch schnell erfasst und die Bewerber:innen gelangen einfach zum Ziel.

6. Employer Value Proposition

Dem:der potenziellen Bewerber:in muss direkt klar sein, welche Vorteile Ihr Unternehmen gegenüber dem Mitbewerber auf dem Arbeitgebermarkt bietet (Employer Value Proposition) und warum er sich gerade bei Ihnen bewerben sollte. Neben Jobinhalten, Anforderungen etc. sind für Bewerber:innen vor allem auch Arbeitsbedingungen, Karrieremöglichkeiten, Arbeitsumfeld mit den zukünftigen Kollegen:innen und Infos zur Work-Life-Balance ausschlaggebend dafür, ob sie sich mit dem Unternehmen identifizieren können und letztendlich eine Bewerbung absenden.

7. Transparentes Bewerbungsverfahren

Der Bewerbungsprozess muss für den/die Bewerber:in klar und transparent sein. Ebenso muss es genügend Informationen über den Auswahlprozess geben, damit der:die Bewerber:in genaue Vorstellungen davon hat, was auf ihn:sie zu kommt und was von ihm:ihr erwartet wird. Die Deutsche Bahn bietet auf ihrer Karriere-Website nicht nur eine Kontaktmöglichkeit, sondern verlinkt in den Stellenanzeigen gleich auf ähnliche Jobs, die den Bewerber:innen ebenfalls interessieren könnten (Platz 5 des HR Benchmark).

Unsere Seminarempfehlung

Candidate Experience im Recruiting: JEDER Bewerberkontakt zählt!

Um zukünftig im Recruiting erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen lernen, bewerberorientiert zu denken und zu handeln. Doch wie und wo ansetzen? Das Candidate Experience Management ermittelt, wie Bewerber die jeweilige Arbeitgebermarke im Bewerbungsprozess erleben, mit dem Ziel, jeden Touchpoint mit dem potenziellen Arbeitgeber für den Bewerber in ein positives, motivierendes Erlebnis zu wandeln.


Direkt zur Veranstaltung

8. Effektiver Bewerbungsprozess

Der Bewerbungsprozess selbst muss kurz und reibungslos sein. Auf einen Blick mit einem Klick: Bewerber:innen dürfen nicht durch komplizierte Prozesse und zeitaufwendige Eingabe von Lebensläufen abgeschreckt werden. Beim Online-Bewerbungsformular ist weniger oft mehr: je einfacher die Online-Bewerbung gestaltet und zu bearbeiten ist, desto kleiner die Hürde zur Bewerbung.

9. Zusätzlicher Content

Zusätzlich können verschiedene Downloads auf der Karriere-Website in Form von Bewerberbroschüren, Interviews mit Mitarbeitern:innen, spannende Blogbeiträge o. Ä. angeboten werden, um noch tiefergehende Information bereitzustellen und hierüber mit dem:der Bewerber:in in Kontakt zu treten.

10. Online-Jobbörsen

Schöpfen Sie die Möglichkeiten verschiedener Online-Jobbörsen aus. Jobbörsen gibt es wie Sand am Meer. Kooperieren Sie mit den Jobbörsen, die sich auf Ihre gesuchten Talente spezialisiert haben.

Eine Patentlösung für eine erfolgreiche Karriere-Website gibt es nicht. Da die Karriereseite einer der ersten Kontaktpunkte zwischen Ihnen und Ihren potenziellen Mitarbeitern:innen  ist, muss sie authentisch sein. Sie sollte bei jedem Unternehmen anders aussehen. Es geht darum, die gewünschten Talente auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen. Gute Karriereseiten vermitteln individuell und abwechslungsreich, warum Bewerber:innen gerade bei Ihnen einsteigen sollen. Nur wenn der „Funke bei den überspringt”, werden Sie mit einer Bewerbung belohnen. Eine hohe Bewerberquote zeigt Ihnen, ob Sie alles richtig gemacht haben oder an manchen Stellen noch feilen müssen.

Lesen Sie vertiefend zu diesem Thema auch unsere Beiträge

Active Sourcing: Was, Wie, Warum & Wo?
Employer Branding: Vorteile nutzen – Fehler vermeiden
Candidate Experience

Like
Like Love Haha Wow Sad Angry
1
Teilen Sie den Beitrag auf:

Über den:die Autor:in

Anna Plew

Produktmanagerin Haufe Akademie, M. A. Weiterbildungsforschung & Organisationsentwicklung.

Zur Themenübersicht Personalentwicklung

Comments are closed.