Mit Stimme und Körpersprache besser wirken!

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Wirkung schafft Wirklichkeit

Sobald wir von anderen wahrgenommen werden, wirken wir – ob wir wollen oder nicht. Und nicht immer wirken wir so, wie wir es selbst erleben. Meistens wirken wir selbstsicherer als wir uns fühlen. Doch vieles von dem, was wirkt, nehmen wir selbst gar nicht wahr. Um ein größeres Bewusstsein dafür zu bekommen, ob das, was Sie erzielen wollen, auch genauso ankommt, achten Sie besonders auf die folgenden Details Ihres persönlichen Auftretens: Ihre Körpersprache und Ihre Stimm- und Sprechqualität. Diese Faktoren beeinflussen Ihre Wirkung auf andere und ob Sie Souveränität und Kompetenz ausstrahlen oder einen unsicheren und wenig selbstbewussten Eindruck machen. Immerhin macht die nonverbale Kommunikation mehr als die Hälfte unserer Wirkung auf andere aus.

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Stimme macht Stimmung

Studien belegen, dass eine entspannte Stimme rhetorisch um ein Vielfaches wirksamer ist als eine angespannte. Eine angespannte Stimme äußert sich bspw. in zu hohem Sprechen oder Sprechen mit zu viel Druck. Aber auch eine zu leise oder zurückgenommene Stimme ist nicht empfehlenswert. Um akustisch gut verstanden zu werden, sprechen Sie laut, betont, langsam und deutlich. Stimme macht Stimmung, denn die Stimme spricht noch mehr als die Körpersprache auch unser Unterbewusstsein an und löst daher unmittelbar emotionale Reaktionen aus. Ihre Körpersprache sagt mehr als tausend Worte Unterschätzen Sie die Wirkung Ihrer Körpersprache nicht! Wir sehen anderen Menschen ihre innere Haltung an. Allerdings Vorsicht: Manchmal deuten wir auch falsch. Verschränkte Arme gelten hierzulande zwar als eine Ablehnungsgeste, aber in anderen Kulturen kann dies durchaus eine Höflichkeitsgeste sein und manche wissen einfach nicht, wohin mit ihren Armen. Also interpretieren Sie immer mindestens zwei Gesten im Zusammenspiel, bevor Sie eine eindeutige Aussage treffen.

3 Tipps für eine entspannt klingende Stimme und gute Sprechweise

1) Atmen Sie in den Bauch: Sprechatmung ist geführte Ruheatmung und Ruheatmung ist Bauchatmung. Sprechen Sie also nicht, wie es so schön heißt: „Im Brustton der Überzeugung“, sondern „im Bauchton der Überzeugung“. Denn Brustatmung ist Stressatmung und erzeugt Druck auf die Stimmbänder. Diese können dann nicht mehr so gut schwingen. Fazit: Eine entspannte Stimme ist klangvoller.

2) Sprechen Sie in Ihrer natürlichen Tonlage: Um herauszufinden, ob Sie sich in Ihrer sogenannten Indifferenzlage befinden, können Sie beispielsweise Zuhörlaute wie am Telefon „Ja“, „Ahso“, „Mhm“ vor sich hin murmeln. Wichtig ist dabei, entspannt und locker zu bleiben. Wenn wir entspannt sind, sprechen wir in der Regel in der natürlichen Stimmlage. Achtung bei Stress! Stress erzeugt Druck und eine höhere Stimmlage. Sie entspannen Ihre Stimmbänder vor wichtigen Auftritten und Gesprächen, indem Sie sich locker warmreden oder besser noch warmsummen.

3) Kiefer, Lippen und Zunge sind Sprechwerkzeuge. Setzen Sie sie richtig ein! Nutzen Sie Sprechtechnikübungen. Schon mit einer einzigen Übung können Sie Ihre Aussprache deutlich verbessern. Sprechen Sie etwa eine Minute lang einen Text mit eingezogenen Lippen oder einem Korken zwischen den Zähnen. Dabei muss die Zunge mehr „arbeiten“ und kommt danach beim „normalen“ Sprechen weiter nach vorne. Durch die bessere Artikulation werden Sie verständlicher.

3 Tipps für eine souveräne Wirkung durch klare Körpersprache

1) Im Sitzen wie im Stehen. Wer in einer guten Beziehung zu seinen Mitmenschen stehen möchte, sollte niemanden die „Kalte Schulter“ zeigen, den Blick nicht abwenden und die Arme nicht verschränken! Zeigen Sie lieber Offenheit durch eine zugewandte und offene Gestik, mit Blickkontakt.

2) Seien Sie gestisch und mimisch präsent. Gesten helfen, Wichtiges zu unterstreichen. Gesten sprechen oft auch für sich, z. B. wenn wir mit den Fingern etwas aufzählen. Und Gesten helfen, übermäßige Anspannung wie Lampenfieber abzubauen. Vermeiden Sie eine starre Miene. Mimik transportiert Gefühle und wir überzeugen nicht nur über Fakten, sondern immer auch durch unsere Person. Ein wichtiger Spiegel hierfür ist die Mimik.

3) Äußerer Habitus: Hier gilt: gepflegtes Äußeres und angemessene Kleidung. Doch Kleider sind auch unsere zweite Haut, also berücksichtigen Sie zusätzlich den Wohlfühlfaktor. Sie können hier die Psychologie der Farben nutzen: Dunkle Farben wirken eher „gewichtig“, grün hat bspw. eine ausgleichende und blau eine beruhigende Wirkung. Seit es die „Farb- und Stilberatung“ gibt, ist es auch ein Gewinn zu wissen, welcher Farbtyp Sie sind. Es reicht, wenn Sie unterscheiden können, ob Ihnen eher gelbliche Farben (z. B. orange, olivgrün, braun) oder weißliche Farben (z. B. weiß, blau, tannengrün) stehen. Denn wer vital aussieht, überzeugt eher.

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Über den Autor

M. A. Allgemeine Rhetorik und Germanistik. Carolin Fey arbeitet seit 20 Jahren als Trainerin und Coach.

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