UX-Designer: Gehalt, Ausbildung & Weiterbildung

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Ein UX-Designer sorgt für eine einfache Interaktion von Nutzern mit digitalen Technologien wie Websites, Apps oder Softwares. Die Optimierung der User Experience (= Nutzererlebnis) steht dabei an erster Stelle. Vom Prototypen bis hin zur Realisierung des Produktes: Der UX-Designer kümmert sich um den gesamten Prozess.

UX-Designer: Key Facts

Ausbildung
  • Abgeschlossenes Studium mit den Schwerpunkten Medien-, Kommunikations- oder Interaktionsdesign oder UX-Design und Digital-Experience
Hard Skills
  • Kenntnisse in Web-Technologien wie JavaScript, HTML, CSS
  • Sicherer Umgang mit gängigen Design-, Gestaltungs- und Prototypingtools
Weiterbildung
  • stetige Weiterbildungen & Lehrgänge: Bsp. (geprüfter) UX-Manager, UX-Writing, UX-Coaching u.v.m.
Soft Skills
  • Anpassungsfähigkeit & Teamplayer
  • Sicheres Auftreten
  • Eigeninitiative
Gehalt
  • Durchschnittliches Gehalt von 40.000 bis 46.600 Euro brutto jährlich
Verwandte Berufe
  • UI-Designer
  • IT-Architekt

Was ist ein UX-Designer? Bedeutung

Ein UX-Designer konzentriert sich komplett auf das Nutzererlebnis (= User Experience) und sorgt dafür, dass Interaktionen von Usern mit Websites, Software oder Apps möglichst einfach und intuitiv sind. Produkte müssen benutzerfreundlich gestaltet werden und jeder Schritt entlang einer User Journey sollte eine positive Erfahrung gewährleisten. Dieser Beruf erfordert Talente in zahlreichen Bereichen, da Aspekte der Psychologie, der Wirtschaft, der Marktforschung, des Designs und der Technologie in das UX-Design miteinfließen.

  • Komplexe Systeme leicht darzustellen,
  • die gezielte Platzierung von Call-to-Actions (eine direkte Aufforderung an Nutzer bestimmte Handlungen auszuführen),
  • ein klares Design,
  • die Entwicklung eines Produktes von der Planung bis hin zur Präsentation
  • sowie die emotionale Bindung des Kunden zu gewährleisten

… sind nur ein paar der Aufgaben, die bewältigt werden müssen, wenn man UX-Designer werden will.

UI-Designer vs. UX-Designer: Was ist ein UI/UX Designer?

Im Zusammenhang mit dem Beruf UX-Designer stolpert man des Öfteren auch über den Begriff UI-Designer. Allerdings stehen diese zwei Begriffe nicht für das Gleiche: Während UX für „User Experience“ steht, versteht man unter UI das „User Interface“, also die Benutzeroberfläche.

Ein UI-Designer ist demnach für den visuellen Aspekt von digitalen Anwendungen und deren Gestaltung verantwortlich. Während es beim UX-Design um die Nutzererfahrung geht, also auch um das Gefühl, das der Nutzer beim Anwenden beispielsweise einer App hat, läuft es beim UI-Design auf die Gestaltung der Benutzeroberfläche (Design des Produktes und visueller Eindruck) hinaus. Allerdings können die beiden Berufe auch in einer Stelle kombiniert werden.

Was macht ein UX-Designer? Aufgaben

UX-Designer haben die Aufgabe, Produkte und Technologien für Menschen leicht zugänglich zu machen. In der Regel arbeiten sie mit größeren Produktteams zusammen und betreuen ein Produkt vom Entwurf bis hin zur Realisierung – mit dem Hauptfokus der einfachen Benützung durch den Endnutzer. Ein UX-Design-Specialist hat zudem stets die Unternehmensziele im Blick: eine langfristige Kundenbindung und eine Umsatzsteigerung stehen dabei an erster Stelle. Folgende Aufgaben hat ein UX-Designer:

Nutzer- und Produktforschung

Am Anfang eines Projektes geht es darum, genau zu bestimmen, für wen das Produkt entwickelt wird, welche Ziele erreicht werden sollten und welche Herausforderungen Nutzer mit dem Produkt haben könnten. Dazu gehört die Sammlung und Analyse von Daten, die beispielsweise durch Wettbewerbsanalysen, (Online-) Umfragen von Nutzern, Fokusgruppen oder persönliche Interviews erhoben werden können.

Erstellung von Buyer Personas

Angesichts der gewonnenen Daten erstellt ein UX-Designer Buyer Personas, welche die gewünschte Zielgruppe repräsentieren. Diese liefern ein detailliertes Bild des zukünftigen Kunden inklusive der Bedürfnisse, Ziele, Vorlieben sowie des Kauf- und Entscheidungsverhaltens.

Wettbewerbsanalyse

Auch die Konkurrenz gibt Aufschluss über das zukünftige Vorgehen. Im direkten Vergleich kann festgestellt werden, was bereits gut läuft bzw. welche Verbesserungspotentiale sich ergeben. Anhand dieser Faktoren können weitere Handlungsmaßnahmen beschlossen werden.

User Journey

Gemeinsam mit dem Produktmanagement oder dem Product Owner, (agilen) Entwicklungsteams und im Idealfall auch zukünftigen Nutzern wird die User Journey analysiert. Dabei werden sämtliche Berührungspunkte eines Users mit dem Unternehmen fokussiert: vom ersten Website-Aufruf über den Kaufabschluss bis hin zur Empfehlung an Freunde und Familie.

Um die User Journey ideal skizzieren zu können, greifen UX-Designer zu mehreren Tools wie Storyboards, Wireframes, User Flows oder einer User Journey Map. Vom Einstiegspunkt des Nutzers bis hin zur letzten Interaktion wird alles dokumentiert.

Prototyping

Nachdem das Produktlayout festgelegt wurde, erstellt der UX-Designer Prototypen und Mockups. Mit diesen werden die Entwürfe getestet, bevor sie entwickelt werden. Dabei können diese Prototypen von einfachen Papiermodellen („Low-Fidelity-Prototypen“) bis hin zu realistischen, interaktiven Modellen („High-Fidelity-Prototypen“) reichen.

Usability-Tests

Anschließend werden diese Prototypen an Usern getestet. Dadurch können Mängel wie etwaige Designfehler bereits im Vorfeld erkannt werden. Zudem ist ein UX-Designer stets in die Produktentwicklung miteingebunden.

Gut zu wissen:

Für die visuelle Gestaltung, die endgültigen Bilder, Farbschemata, Icons und Typografie ist der UI-Designer zuständig. Auch Schaltflächen, Schieberegler oder Texteingabefelder fallen in seinen Aufgabenbereich.

Selten ist die Arbeit eines UX-Designers nach der Produkteinführung abgeschlossen. Ob Verfeinerungen, Änderungen, neue Versionen oder Einarbeitung von Feedback – dieser Beruf gehört definitiv zu den abwechslungsreicheren.

Welche Kompetenzen braucht ein UX-Designer?

Ein User-Experience-Design-Expert muss bei dem vielfältigen Aufgabenspektrum über zahlreiche, unterschiedliche Fähigkeiten verfügen. Von technischen und gestalterischen Skills bis hin zu Soft Skills wie Einfühlungsvermögen.

Hard Skills

Zu den Hard Skills zählen:

  • Kenntnisse in Web-Technologien wie JavaScript, HTML, CSS
  • Sicherer Umgang mit gängigen Design-, Gestaltungs- und Prototypingtools (z.B. Sketch, Adobe XD, InVision)
  • Leidenschaft für ästhetisches Design und Usability
  • Kreativität und ausgeprägte konzeptionelle Fähigkeiten
  • Kenntnisse von Marktforschungsmethoden

Soft Skills

Folgende Qualifikationen sollte ein UX-Specialist zudem mitbringen:

  • Anpassungsfähigkeit
  • Kommunikationstalent
  • Sicheres Auftreten
  • Fähigkeit zur Eigeninitiative und Übernahme von Verantwortung
  • Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis
  • Problemlösender Ansatz
  • Teamarbeit und ergebnisorientiertes Handeln
  • Offenheit für Weiterbildungen

UX-Designer: Ausbildung & Weiterbildung

UX-Designer sind sehr gefragt – vor allem die stetige Weiterentwicklung der Tech-Branche macht diesen Beruf sehr begehrenswert. Um in diesem Job arbeiten zu können, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Ausbildung

In den meisten Unternehmen ist ein abgeschlossenes Studium mit den Schwerpunkten Medien-, Kommunikations- oder Interaktionsdesign empfehlenswert. Auch vergleichbare Schwerpunkte wie Grafik- oder Informationsdesign sowie Human Computer Interaction bieten sich für diesen Beruf an.

Noch einfacher kann der Einstieg mit einem abgeschlossenen Studium in „UX-Design und Digital Experience“ gelingen. Auch als UX-Design-Quereinsteiger hast du gute Chancen, diesen Beruf auszuüben – hier sind allerdings Weiterbildungen, Kurse und geprüfte Lehrgänge ein Muss.

UX-Designer: Weiterbildung

Mit UX-Designer-Kursen oder Weiterbildungen können Fähigkeiten verbessert sowie Spezialisierungen intensiviert werden. Zudem steigen die Chancen auf der Karriereleiter nach oben zu klettern und beispielsweise die Position des UX-Managers einzunehmen. Um stets technisch und persönlich auf dem neuesten Stand zu bleiben, können folgende Weiterbildungen nützlich sein:

Unsere Empfehlung

Online Essential: UX Management

Dieser Online-Kurs vermittelt alle Aspekte der wertschöpfenden Rolle von User Experience. Dadurch wird die Rentabilität des Unternehmens erheblich gesteigert und Stakeholder mit Analyse-Ergebnissen überzeugt.


Zum Qualifizierungsprgamm UX Manager:in

UX-Designer: Gehalt

Als Einsteiger und Junior-UX-Designer kann man zwischen 34.000 und 37.000 Euro brutto pro Jahr verdienen. Das Durchschnittsgehalt beweg sich zwischen 40.000 und 46.600 Euro. Abhängig von Unternehmensgröße, Standort, Berufserfahrung und Branche oder als Senior UX-Designer ist ein Gehalt bis zu 59.000 Euro brutto möglich.

Bei einer kombinierten Stelle als UI/UX-Designer fällt das Gehalt ähnlich aus.

Wie wird man UX-Designer?

Die Hauptaufgabe eines UX-Designers ist es, ein gutes Produkt, wie eine Website, App oder Software, zu entwickeln – welches einfach zu handhaben ist und den Nutzer entlang der Customer Journey abholt. Ob als Angestellter, Freelancer oder Quereinsteiger: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um in diesem Beruf zu arbeiten. In der Regel wird allerdings ein abgeschlossenes Studium mit den Schwerpunkten digitale Gestaltung, Mediendesign oder UX-Design vorausgesetzt. Ein großes Portfolio und eine mehrjährige Berufserfahrung sind zudem wichtige Faktoren, die ausschlaggebend sind.

Zahlreiche Weiterbildungen, geprüfte Lehrgänge oder (Online-)Kurse helfen zudem, Fähigkeiten aufzubauen oder Spezialisierungen zu vertiefen und sind bei Bewerbungen gerne gesehen. Das Wissen über Marketing, Produktentwicklung, Technologie und Psychologie wird ebenfalls für den Beruf vorausgesetzt.

Gut zu wissen:

Das Verhältnis von Frauen und Männern in UX-Berufen ist annähernd gleich verteilt. So lag der Anteil an Frauen im UX-Design in Deutschland im Jahr 2019 bei 45 Prozent. Auch Studiengänge wie Informationsdesign – mit Fokus auf Human Computer Interaction – werden circa zur Hälfte von Frauen belegt.

UX-Designer: Arbeitsplätze der Zukunft – Haufe Akademie

UX-Designer braucht es in jeder Branche und sie werden überall gesucht. Die Zukunft wird immer technologiebasierter, digitale Produkte immer ausgefeilter und immer mehr Experten sind vonnöten. Zudem wollen Kunden schnell zum Ziel kommen – eine möglichst einfache Nutzung steht dabei an erster Stelle.

In zahlreichen Kursen, Seminaren und Weiterbildungen zum Thema UX-Design können Sie Ihr Wissen stetig ausbauen. Etablieren Sie ein User-Experience-Mindset in Ihrem Unternehmen: Denn kunden- und nutzerorientiertes Denken gewinnt immer mehr an Bedeutung.


Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Beitrag auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet und das generische Maskulinum verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten selbstverständlich gleichermaßen für beide Geschlechter.

FAQs: UX-Designer

Was genau macht ein UX-Designer?

Ein UX-Designer ist Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Er sorgt dafür, dass Interaktionen von Usern mit Websites, Software oder Apps möglichst einfach und Produkte benutzerfreundlich gestaltet sind. Das Nutzererlebnis – also die User-Experience – steht dabei an erster Stelle.

Was muss man als UX-Designer können?

Als UX-Designer wird technologisches Verständnis mit Web-Technologien wie JavaScript, HTML oder auch Designtools wie Sketch oder Adobe XD vorausgesetzt. Auch das Wissen über Marktforschungsmethoden, ein Auge für Design und konzeptionelle Fähigkeiten sind wichtig. Zudem kommt es auf Soft Skills wie sicheres Auftreten und Fähigkeiten zur Eigeninitiative an.

Was verdient man als UX-Designer?

Das Durchschnittsgehalt eines UX-Designers liegt zwischen 40.000 und 46.600 Euro. Bei langjähriger Berufserfahrung, in einer Senior-Position oder mit einem großen Aufgabengebiet kann bis zu 59.000 Euro brutto im Jahr verdient werden.

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