Strategie, Kompetenzmodell und Lernpfade

KI-Kompetenzen im Unternehmen aufbauen

Welche KI-Kompetenzen brauchen Ihre Mitarbeitenden – und wie wird daraus eine Qualifizierung, die im Arbeitsalltag wirkt? Die Haufe Akademie unterstützt Unternehmen mit digitalen Lerninhalten, KI-Inhouse-Schulungen und dem KI Leadership Programm. Verbinden Sie gemeinsame Grundlagen mit Praxis im Fachbereich und gezielter Führungsqualifizierung. Wir beraten Sie bei der Auswahl passender Weiterbildungsbausteine für Ihre Zielgruppen und Rahmenbedingungen.

KI modifiziert
Ihr Einstieg

Wo möchten Sie beim
KI-Kompetenzaufbau ansetzen?

Grundlagen schaffen

Sie möchten eine gemeinsame Wissensbasis aufbauen? Starten Sie mit KI-Grundverständnis, verantwortungsvoller Nutzung und ersten Praxisfällen. Berücksichtigen Sie dabei, wer welche KI-Systeme tatsächlich nutzt.

Anwendung vertiefen

Ihr Team nutzt bereits KI, doch die Ergebnisse schwanken? Ermitteln Sie, welche Fähigkeiten für konkrete Aufgaben fehlen. Verbinden Sie Toolpraxis mit fachlicher Prüfung und Feedback.

Führung gezielt qualifizieren

Führungskräfte sollen Orientierung geben und KI-Vorhaben gestalten? Qualifizieren Sie sie für die Bewertung von Anwendungsfällen, verantwortungsvolle Entscheidungen und die Zusammenarbeit von Mensch und KI.

Was bedeutet
KI-Kompetenz im Unternehmen?

KI-Kompetenz bedeutet, künstliche Intelligenz zu verstehen, für geeignete Aufgaben einzusetzen, Ergebnisse kritisch zu beurteilen und die Folgen der Nutzung zu berücksichtigen.‍

Dazu gehören Wissen, praktische Fähigkeiten und ein reflektierter Umgang mit Chancen und Risiken. Ein gut formulierter Prompt ist ein Baustein. Ebenso wichtig sind fachliche Urteilskraft, Datenverständnis und klare Verantwortlichkeiten.

Für Unternehmen lautet die entscheidende Frage: Was müssen Menschen in ihrer jeweiligen Rolle mit KI können? Eine Vertriebsmitarbeiterin benötigt andere Vertiefungen als ein Datenschutzverantwortlicher. Beide brauchen eine Grundlage, die zu ihren Aufgaben und eingesetzten Systemen passt.

Warum KI-Kompetenzaufbau im Unternehmen systematisch angehen? In der Bitkom-Befragung 2026 gaben 87 Prozent der KI nutzenden Unternehmen an, das Potenzial von KI eher wenig oder überhaupt nicht auszuschöpfen. Das zeigt Entwicklungsbedarf.

KI-Qualifizierung gehört auch zur Unternehmensentwicklung: Im KPMG CEO Outlook 2026 geben 74 Prozent der 125 befragten deutschen CEOs an, Weiterbildungs- und Umschulungsprogramme auszubauen. Befragt wurden Unternehmen mit mehr als 500 Millionen US-Dollar Jahresumsatz. Für Ihre Planung heißt das: Verbinden Sie Qualifizierung mit veränderten Aufgaben und einem konkreten Anwendungsziel.

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5 Felder für Ihre Planung

Das KI-Kompetenzmodell

Unser Orientierungsmodell bündelt KI-Kompetenzen in fünf Feldern. Es hilft Ihnen, Lernziele zu formulieren und Lücken zu erkennen. Gewichten Sie die verbundenen Felder nach Aufgabe, System und Verantwortung.

KI-Grundverständnis

Mitarbeitende verstehen, was KI leisten kann, wie sich etwa generative KI und regelbasierte Software unterscheiden und wo Grenzen liegen. Sie erkennen, dass plausibel klingende Antworten falsch sein können.

‍Beobachtbares Lernziel: Für eine Arbeitsaufgabe begründen, ob KI sinnvoll eingesetzt werden kann.

Anwendung & Mensch-KI-Zusammenarbeit

Mitarbeitende formulieren Ziele, geben geeigneten Kontext und verbessern Ergebnisse schrittweise. Sie entscheiden, welche Aufgaben sie an KI übergeben und wo menschliche Prüfung notwendig bleibt. Toolwissen wird dabei mit fachlichem Können verbunden.

‍Beobachtbares Lernziel: Eine freigegebene Aufgabe mit KI bearbeiten und die eigenen Prüfschritte erläutern.

Daten- und Urteilskompetenz

Mitarbeitende beurteilen Datenqualität, prüfen Aussagen anhand verlässlicher Quellen und erkennen Unsicherheit oder mögliche Verzerrungen. Sie unterscheiden zwischen einem Vorschlag und einer belastbaren Entscheidungsgrundlage. Bei fehlenden Belegen fragen sie nach oder ziehen Fachverantwortliche hinzu.

‍Beobachtbares Lernziel: Ein KI-Ergebnis auf sachliche Richtigkeit, Vollständigkeit und Eignung prüfen.

Governance und Risikokompetenz

Mitarbeitende kennen die internen Nutzungsregeln und wissen, welche Daten und Systeme für ihre Aufgabe freigegeben sind. Sie erkennen Datenschutz-, Sicherheits- und weitere Risiken und nutzen festgelegte Freigabe- oder Eskalationswege.

‍Beobachtbares Lernziel: In einem Praxisfall unzulässige Dateneingaben erkennen und den richtigen Klärungsweg wählen.

Transformation und Führung

Verantwortliche priorisieren Anwendungsfälle, gestalten Arbeitsabläufe und klären die Zusammenarbeit von Mensch und KI. Sie schaffen Lerngelegenheiten und beziehen betroffene Teams ein. Wirtschaftlicher Nutzen, Qualität und Verantwortung fließen gemeinsam in Entscheidungen ein.

‍Beobachtbares Lernziel: Für einen Anwendungsfall Ziele, Zuständigkeiten und Kriterien zur Bewertung festlegen.

Kompetenzniveaus und Rollen unterscheiden

KI-Kompetenzen sind je nach Aufgabenbereich unterschiedlich ausgeprägt: Mitarbeitende können KI beispielsweise bereits sicher anwenden und zugleich Grundlagen zur Bewertung von Ergebnissen benötigen. Für die Lernplanung unterscheiden wir deshalb drei Kompetenzniveaus. Die Einordnung richtet sich nach den vorhandenen Fähigkeiten im jeweiligen Kompetenzfeld – auch bei Führungskräften.

Verstehen und einordnen

Begriffe erklären, Chancen und Grenzen erkennen und eine Entscheidung zum KI-Einsatz begründen.

Anwenden und prüfen

Eine Aufgabe selbstständig mit einem freigegebenen System bearbeiten, Ergebnisse prüfen und Grenzen erkennen.

Gestalten und befähigen

Vorgehensweisen entwickeln, Qualität sichern und andere bei der verantwortungsvollen Anwendung unterstützen.



Technische Spezialrollen benötigen zusätzliche Fähigkeiten, beispielsweise für Modellentwicklung, Integration oder Betrieb. Solche Vertiefungen sollten Sie gesondert planen. Nicht alle Mitarbeitenden müssen selbst KI-Systeme entwickeln können.

KI-Kompetenzbedarf und Skill Gaps ermitteln

Beginnen Sie mit den Aufgaben, für die Ihr Unternehmen KI einsetzen möchte. Beschreiben Sie das erforderliche Können und vergleichen Sie es mit dem vorhandenen Stand.

Diese Differenz – der Skill Gap – bestimmt die Qualifizierung. Nutzen Sie Gespräche, Befragungen und die gemeinsame Erprobung typischer Anwendungsfälle. Laden Sie Mitarbeitende ein, Möglichkeiten zu entdecken, Fragen zu stellen und Erfahrungen zu teilen.

Ziel und Arbeitsaufgabe

Welches Ergebnis soll sich verbessern? Benennen Sie konkrete Aufgaben sowie Anforderungen an Qualität, Zeit und Verantwortung.

Rollen und Zielgruppen

Wer nutzt, entwickelt oder beaufsichtigt KI? Welche Fachaufgaben und Entscheidungen sind mit der jeweiligen Rolle verbunden?

Tools, Versionen und Lizenzen

Welche Systeme und Funktionen stehen tatsächlich zur Verfügung? Prüfen Sie Zugänge, freigegebene Nutzung und relevante Unterschiede zwischen Versionen.

Risiken und Regeln

Welche Daten dürfen verwendet werden? Welche Entscheidungen benötigen menschliche Prüfung, Freigaben oder eine fachliche beziehungsweise rechtliche Klärung?

Vorkenntnisse und Können

Verbinden Sie Selbsteinschätzungen mit der Erprobung konkreter Anwendungsfälle. Toolerfahrung allein sagt wenig darüber aus, wie zuverlässig jemand Ergebnisse beurteilt.

Lernzeit und Lernumgebung

Welche Lernzeiten, Geräte und Zugänge sind verfügbar? Klären Sie außerdem, wer die praktische Anwendung, Feedback und Aktualisierung der Inhalte begleitet.

KI-Kompetenzen im Unternehmen

Rollenbasierte KI-Lernpfade entwickeln

Ein KI-Lernpfad verbindet Voraussetzungen, Lernziele, Inhalte, praktische Erprobung und Feedback in einer nachvollziehbaren Folge. Gemeinsame Grundlagen lassen sich mit gezielten Vertiefungen kombinieren. Die folgenden Beispiele zeigen eine mögliche Lernarchitektur; Umfang und Bausteine richten sich nach Ihrem Bedarf. Raum zum Ausprobieren und der Austausch über Aha-Momente fördern Neugier und machen Fortschritte erlebbar.

Gemeinsame Basis

Grundverständnis → Regeln → erste Anwendung → Ergebnisprüfung

Für Mitarbeitende mit wenig KI-Erfahrung. Nach einer Einführung bearbeiten sie einen risikoarmen Fall mit freigegebenen oder synthetischen Daten. Feedback zeigt, ob sie Grenzen erkennen und Ergebnisse prüfen können. Verankern Sie die internen Nutzungsregeln bereits vor der ersten Anwendung. Bei Änderungen an Systemen oder Regeln folgt eine Auffrischung.

Mögliche Bausteine: E-Learnings der Content Collection; passende Compliance-Inhalte.

Anwendung im Fachbereich

Standortbestimmung → Toolpraxis → Fachaufgabe → Feedback → Transfer

Für Teams mit ersten Kenntnissen und konkreten Anwendungsfällen. Die Lernenden arbeiten an einer typischen Aufgabe, vergleichen Ergebnisse mit fachlichen Qualitätskriterien und verbessern ihr Vorgehen. Anschließend folgt eine vereinbarte Aufgabe im Arbeitsalltag. Eine spätere Rückmeldung macht sichtbar, welche Fähigkeiten weiter entwickelt werden sollten.

Mögliche Bausteine: KI-Inhouse-Schulungen, KI Kit und passende E-Learnings.

Führung und Veränderung

Eigene Praxis → Anwendungsfälle bewerten → Teamarbeit gestalten → Vorhaben reflektieren

Für Führungskräfte, die KI-Nutzung und Veränderungen verantworten. Sie reflektieren die eigene Anwendung, priorisieren Anwendungsfälle und klären Verantwortung, Zusammenarbeit und Lernzeit. Als konkretes Anwendungsergebnis entwickeln sie ein Vorgehen für ihren Bereich. Der Austausch über erste Erfahrungen unterstützt die Anpassung an neue Anforderungen.

Mögliche Bausteine: KI Leadership Programm; bei Bedarf ergänzende Inhouse-Formate.

Was bedeutet das für einzelne Rollen?

Der Rollenname allein bestimmt keinen Lernpfad. Entscheidend sind Aufgabe, Vorkenntnisse, eingesetzte Systeme und Verantwortung. Die folgenden Schwerpunkte helfen bei der Zuordnung.

Mitarbeitende mit KI-Nutzung

Im Mittelpunkt stehen die Aufgaben, die Mitarbeitende tatsächlich bearbeiten: geeignete Eingaben, Ergebnisprüfung und interne Regeln. Beim gemeinsamen Erkunden eines Praxisfalls wird sichtbar, wie sie einen fehlerhaften Entwurf erkennen und verbessern können. Zusätzliche Inhalte richten sich nach den genutzten Systemen und den Folgen möglicher Fehler.

Fachbereiche, etwa HR und Vertrieb

Verbinden Sie KI-Praxis mit den fachlichen Qualitätsmaßstäben des Bereichs. Im Vertrieb kann es um geprüfte Kundenkommunikation gehen, in HR etwa um die Bewertung zulässiger Anwendungsfälle. Anwendungen mit personenbezogenen Daten oder Auswirkungen auf Menschen benötigen frühzeitig fachliche und rechtliche Einordnung.

Führungskräfte

Führungskräfte benötigen eigene Anwendungserfahrung und die Fähigkeit, Nutzen, Grenzen und Risiken im Team zu besprechen. Sie klären Verantwortung, unterstützen das Lernen und begleiten veränderte Arbeitsabläufe. Ein geeignetes Lernziel ist ein begründetes Vorgehen für einen KI-Anwendungsfall im eigenen Bereich.

C-Level

Für die Unternehmensleitung stehen strategische Prioritäten, Investitionen, Verantwortung und Geschäftswirkung im Vordergrund. Qualifizierung sollte Entscheidungen über Anwendungsfälle und Rahmenbedingungen unterstützen. Welche Inhalte und Formate passen, hängt von der Unternehmensstrategie und dem vorhandenen Wissen ab; die Angebotspassung ist individuell zu klären.

Multiplikator:innen und AI Champions

Multiplikator:innen unterstützen Kolleg:innen, sammeln Erfahrungen und vermitteln interne Regeln. Dafür benötigen sie neben Anwendungskompetenz auch Feedback- und Vermittlungsfähigkeiten. Ihr Auftrag und ihre fachlichen Grenzen sollten klar sein: Komplexe Sicherheits- oder Rechtsfragen geben sie an die zuständigen Stellen weiter.

IT, Datenschutz und Compliance

Diese Rollen benötigen Vertiefungen passend zu ihrer Zuständigkeit, etwa zu Datenflüssen, Zugriffsrechten, Systembewertung oder rechtlichen Anforderungen. Gemeinsame Fallbesprechungen mit Fachbereichen helfen, nutzbare Regeln zu entwickeln. Ein allgemeines Grundlagenangebot ersetzt die notwendige fachliche Spezialisierung nicht.

KI-Kompetenzen im Unternehmen

Die sechs Phasen des
KI-Kompetenzaufbaus

Dieses Vorgehen beschreibt die Planung und Weiterentwicklung der Qualifizierung. Die Phasen können sich überschneiden. Regeln und sichere Zugänge müssen vor der praktischen Erprobung geklärt sein. Ein Pilot für den späteren Rollout ersetzt keine bereits erforderlichen Maßnahmen für Personen, die KI heute nutzen.

Ziele und Kontext klären

Wählen Sie relevante Arbeitsaufgaben und beschreiben Sie den gewünschten Nutzen sowie die Grenzen der KI-Nutzung. Klären Sie, welche Systeme, Daten und Regeln gelten.

Ergebnis: Gemeinsamer Auftrag mit priorisierten Anwendungsfällen.

Federführung und Beteiligte: Fachbereiche und Unternehmensleitung, unterstützt durch HR, IT und zuständige Governance-Funktionen.

Bedarf und Vorkenntnisse erfassen

Leiten Sie Lernziele je Rolle ab und erkunden Sie vorhandene Kenntnisse in Gesprächen und anhand gemeinsam erprobter Anwendungsfälle. Priorisieren Sie Lücken nach Bedeutung für die Aufgabe und möglichen Folgen von Fehlern.

Ergebnis: Bedarfsübersicht mit nachvollziehbaren Lernzielen.

Federführung und Beteiligte: Personalentwicklung gemeinsam mit Fachverantwortlichen.

Lernpfade und Rahmen planen

Kombinieren Sie Grundlagen, Vertiefung, praktische Anwendung und Feedback. Legen Sie Lernzeit, Zugänge und Verantwortlichkeiten fest. Stimmen Sie die Bereitstellung mit Ihrer vorhandenen Lernumgebung ab.

Ergebnis: Umsetzbarer Lernplan mit geeigneten Bausteinen.

Federführung und Beteiligte: Personalentwicklung, Fachbereiche und IT.

Pilotieren und auswerten

Erproben Sie den geplanten Pfad mit einer passenden Gruppe. Prüfen Sie Verständlichkeit, Toolzugänge und Anwendungsfälle. Nutzen Sie Rückmeldungen und Arbeitsergebnisse, um Inhalt und Ablauf anzupassen.

Ergebnis: Überarbeiteter Lernpfad und geklärte Voraussetzungen für den Rollout.

Federführung und Beteiligte: Personalentwicklung mit Pilotgruppe und Fachverantwortlichen.

Ausrollen und Transfer begleiten

Stellen Sie den passenden Rollen die vorgesehenen Angebote bereit. Vereinbaren Sie konkrete Anwendungsfälle und Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch. Führungskräfte ermöglichen Lernzeit; Multiplikator:innen können bei der Anwendung unterstützen.

Ergebnis: Qualifizierung mit begleiteten Anwendungsmöglichkeiten im Alltag.

Federführung und Beteiligte: Personalentwicklung und Führungskräfte; weitere Unterstützende nach Bedarf.

Wirkung prüfen und aktualisieren

Bewerten Sie Kompetenz, Anwendung und Ergebnisse anhand der vereinbarten Kriterien. Passen Sie Lernpfade bei veränderten Tools, Aufgaben oder Regeln an. Neue Mitarbeitende erhalten einen passenden Einstieg.

Ergebnis: Aktualisierte Lernpfade und Entscheidungen über weitere Maßnahmen.

Federführung und Beteiligte: Personalentwicklung und Fachverantwortliche mit IT und Governance-Funktionen.

 
 
Für die Skalierung brauchen Sie wiederverwendbare Grundlagen, eindeutig zugeordnete Vertiefungen und Verantwortliche für Aktualisierungen. Prüfen Sie Inhalte regelmäßig und zusätzlich bei konkreten Änderungen. So wächst das Angebot mit dem Bedarf, statt allen Mitarbeitenden immer mehr Inhalte zuzuweisen.

Lernformate im Vergleich

Welche Lernformate passen zu Ihrem Bedarf?

Wählen Sie das Format nach Lernziel, Bedarf an praktischer Erprobung und Rahmenbedingungen. Für eine gemeinsame Basis kann Selbstlernen geeignet sein; für komplexe Aufgaben hilft begleitete Praxis. Häufig entsteht der sinnvollste Lernpfad durch eine Kombination.

Format
Besonders passend
Voraussetzung / Grenze
E-Learning
Gemeinsame Grundlagen und selbstständige Vertiefung für viele Lernende. Lernzeit lässt sich individuell einplanen.
Zugang und passende Sprache müssen gesichert sein. Für sichere Anwendung sind ergänzende Praxisfälle und Feedback häufig sinnvoll.
Microlearning
Kurze Lernimpulse, gezielte Auffrischung und Unterstützung bei einer konkreten Aufgabe.
Einzelne Impulse brauchen einen Zusammenhang. Komplexe Lernziele erfordern zusätzliche Praxis und Reflexion.
Inhouse Schulung
Gemeinsame Toolpraxis, fachliche Anwendungsfälle und direkter Austausch in einer Gruppe.
Benötigt abgestimmte Fälle, Zugänge und Lernzeiten. Die Gruppenzusammensetzung sollte zu den Vorkenntnissen passen.
Blended Learning / Lernreise
Verbindung von Selbstlernen, begleiteter Anwendung und Transfer über einen längeren Zeitraum.
Die Bausteine müssen aufeinander aufbauen. Organisation, Feedback und Begleitung benötigen klare Zuständigkeiten.

Tool-Passung und Lernumgebung klären

Prüfen Sie vor dem Training, welche Funktionen die verfügbaren Versionen und Lizenzen enthalten. Die praktische Erprobung sollte mit freigegebenen Tools und geeigneten Daten möglich sein. Klären Sie außerdem Geräte, Zugänge und die Bereitstellung in Ihrer Lernumgebung. Unsere digitalen Lerninhalte können grundsätzlich in Ihr vorhandenes LMS eingebunden werden. Auch ohne eigenes LMS stehen E-Learnings über die Lernumgebung der Haufe Akademie zur Verfügung. Die passende Bereitstellung stimmen wir auf das Angebot und Ihre Lernumgebung ab.

KI-Inhouse-Schulungen auf Ihren Kontext abstimmen →

KI-Kompetenzen für Führungskräfte und C-Level

Führungskräfte prägen, wie KI im Unternehmen genutzt wird. Sie geben Orientierung, klären Verantwortung und entscheiden mit, welche Aufgaben sich verändern. Dafür brauchen sie eigene KI-Erfahrung und die Fähigkeit, Ergebnisse und Risiken einzuordnen. Ihre Qualifizierung sollte konkrete Führungssituationen aufgreifen: Was kann das Team ausprobieren? Wer prüft Ergebnisse? Wie gehen wir mit Unsicherheit um?

  • Eigene Praxis reflektieren: Stärken, Grenzen und mögliche Fehler erkennen.

  • Zusammenarbeit gestalten: Aufgaben und menschliche Verantwortung klären.

  • Anwendungsfälle bewerten: Nutzen, Qualität und Risiken gemeinsam betrachten.

  • Lernen ermöglichen: Zeit, Feedback und Austausch im Team verankern.

Für C-Level kommen strategische Prioritäten, Ressourcen und unternehmensweite Verantwortung hinzu. Ein sinnvoller Lernauftrag ist die begründete Entscheidung, welche KI-Vorhaben verfolgt werden und unter welchen Bedingungen. Die passende Qualifizierung richtet sich nach Ihrer Ausgangslage.

Das KI Leadership Programm der Haufe Akademie adressiert KI als Führungsaufgabe. Seine sechs Kompetenzfelder und kombinierbaren Module unterstützen eine auf Zielgruppe und Unternehmenskontext abgestimmte Entwicklung.

Führungskräfte besprechen die Ergebnisse ihres KI Leadership Programms

AI Literacy, EU AI Act und verantwortungsvoller KI-Einsatz

AI Literacy bezeichnet KI-Kompetenz im Sinne eines sachkundigen Umgangs mit KI und ihren Chancen und Risiken. Nach der aktuellen Einordnung der Bundesnetzagentur müssen Anbieter und Betreiber Maßnahmen zur Unterstützung der Kompetenzentwicklung relevanter Personen ergreifen. Artikel 4 berücksichtigt dabei Vorkenntnisse, Systeme und Einsatzkontext.

Rechtlicher Rahmen

Erfasst werden Personal und weitere Personen, die KI im Auftrag der Organisation betreiben oder nutzen. Artikel 4 schreibt weder ein einheitliches Trainingsformat noch externe Zertifizierungen oder ein garantiertes individuelles Kompetenzniveau vor. Für bestimmte KI-Systeme können weitere Anforderungen relevant sein; prüfen Sie diese passend zum Einsatz.

Umsetzung im Unternehmen

Klären Sie zugelassene Systeme, Daten, Zuständigkeiten und Prüfschritte. Erkunden Sie anhand geeigneter Praxisfälle, wie Risiken erkannt und angemessen behandelt werden können. Die Bundesnetzagentur empfiehlt, Maßnahmen zu dokumentieren. Halten Sie dafür Inhalte, Umfang und Zielgruppen nachvollziehbar fest und prüfen Sie den Anpassungsbedarf bei Änderungen.

Lerntransfer und KI-Akzeptanz im Alltag sichern

Ein abgeschlossenes Lernangebot schafft noch keine sichere Routine. Kompetenz entwickelt sich durch Ausprobieren, Rückmeldung und wiederholte Anwendung. Schaffen Sie dafür Bedingungen, die zu den Aufgaben und Risiken passen. Machen Sie auch sichtbar, welche Entscheidungen weiterhin Menschen treffen.

Geschützte Praxisgelegenheiten

Geben Sie Mitarbeitenden Raum, KI an freigegebenen Fällen und Daten auszuprobieren. Vereinbaren Sie Qualitätsmaßstäbe, bevor Ergebnisse in reale Prozesse einfließen.

Realistische Lernzeit

Planen Sie neben dem Lernangebot auch Zeit für Anwendung und Rückmeldung ein. Führungskräfte sollten diese Zeit im Arbeitsalltag ermöglichen.

Fachliches und kollegiales Feedback

Besprechen Sie Ergebnisse und Fehlversuche. Fachverantwortliche helfen bei der Qualitätsprüfung; kollegialer Austausch macht hilfreiche Vorgehensweisen im Team sichtbar.

Führung und klare Nutzungsspielräume

Erklären Sie Ziele, Grenzen und Verantwortung. Nehmen Sie Fragen und Vorbehalte auf. Akzeptanz entsteht leichter, wenn Mitarbeitende Nutzen und Auswirkungen mitgestalten können.

Vier Ebenen zur Bewertung des Kompetenzaufbaus

Erfolg und Business Impact des Kompetenzaufbaus messen

Legen Sie vor dem Start fest, was sich verändern soll und wie Sie Fortschritt prüfen. Trennen Sie Reichweite, Können, Anwendung und Geschäftswirkung. Erheben Sie nur notwendige Daten und stimmen Sie die Auswertung mit den zuständigen Stellen ab.

Ebene
Beispielindikator
Aussagegrenze
Teilnahme
Teilnahmen, Abschlussquoten und erreichte Zielgruppen.
Zeigt Reichweite; belegt weder sicheres Können noch Anwendung.
Kompetenz
Gemeinsam reflektierte Anwendungsergebnisse anhand vereinbarter Qualitäts- und Risikokriterien.
Zeigt Können im betrachteten Anwendungsfall; nicht automatisch in jedem Arbeitskontext.
Anwendung / Transfer
Qualität konkreter Anwendungsergebnisse und Rückmeldungen zu tatsächlichen Anwendungssituationen.
Nutzungshäufigkeit allein sagt wenig über Qualität und Nutzen aus.
Geschäftswirkung
Beispielsweise Bearbeitungszeit, Nacharbeit oder Fehlerquote bei einer klar abgegrenzten Aufgabe.
Andere Prozessänderungen beeinflussen Ergebnisse. Ein Trainingseffekt lässt sich nicht ohne Weiteres isolieren.
KI-Kompetenzen im Unternehmen

Passende KI-Weiterbildungslösungen auswählen

Wir unterstützen Unternehmen mit unterschiedlichen Bausteinen für den KI-Kompetenzaufbau. Entscheidend ist Ihr Qualifizierungsziel: gemeinsame Grundlagen, kurze Lernimpulse, begleitete Anwendung oder Führung. Welche Kombination passt, klären Sie anhand Ihrer Zielgruppen und Rahmenbedingungen.

KI-Grundlagen digital vermitteln

Content Collection · KI-E-Learnings

‍Für Unternehmen, die KI- und Datenwissen über E-Learnings vermitteln möchten. Der Themenbereich „Künstliche Intelligenz und Daten“ enthält unter anderem Inhalte zu ChatGPT, datenbasierten Entscheidungen und Entscheidungsfindung mit KI. Wählen Sie passende Kurse nach Lernziel und Vorwissen und ergänzen Sie Ihre internen Regeln sowie eigene Anwendungsfälle.

KI-Wissen gezielt auffrischen

KI Kit · Microlearning

‍Für Personalentwicklung und Teams, die KI-Themen in kurzen Lerneinheiten aufgreifen möchten. Das KI Kit umfasst unter anderem Data Literacy, Prompt Engineering und praktische Hinweise zur KI-Nutzung. Microlearning-Bausteine können individuelle Lernpfade sinnvoll ergänzen. Stimmen Sie Auswahl und Einsatz auf Ihre Zielgruppen ab.

KI-Anwendung im Team vertiefen

KI-Inhouse-Schulungen

‍Für Teams, die KI-Anwendung mit direktem Austausch vertiefen möchten. Inhalte und Praxisfälle können auf eingesetzte Tools, Prozesse und Anwendungssituationen abgestimmt werden. Je nach Bedarf sind Präsenz, Live-Online oder Blended Learning möglich. Klären Sie Ziele, Vorkenntnisse und Rahmenbedingungen für ein passendes Schulungskonzept.

Führung mit KI gestalten

KI Leadership Programm

‍Für Führungskräfte, die KI reflektiert nutzen, Teams Orientierung geben und Mensch-KI-Zusammenarbeit verantwortungsvoll gestalten möchten. Das Programm umfasst sechs KI-Leadership-Kompetenzfelder. Module können einzeln oder als Lernreise kombiniert und an Zielgruppe, Reifegrad und Unternehmenskontext angepasst werden. Die konkrete Zusammenstellung wird bedarfsbezogen geklärt.

Verantwortungsvollen KI-Einsatz unterstützen

Compliance College

‍Für Unternehmen, die den verantwortungsvollen KI-Einsatz durch digitale Lerninhalte unterstützen möchten. Im Themenbereich IT-Sicherheit finden Sie Inhalte zum EU AI Act, zu dessen Anwendung in Marketing und Personalwesen sowie zum Umgang mit KI-Tools. Ergänzen Sie sie um Ihre internen Regeln und die Anforderungen konkreter Systeme.

Weiterführende Inhalte

Wissen für die nächsten Schritte vertiefen

Whitepaper

Starten Sie Ihre KI-Lernreise

Sie möchten aus einzelnen Lernangeboten eine strukturierte KI-Lernreise entwickeln? Das Whitepaper beschreibt einen Weg in fünf Etappen – vom Startsignal bis zur nachhaltigen Verankerung. Es bietet Orientierung für die Einbindung unterschiedlicher Zielgruppen und die Planung von Fortschritt. Nutzen Sie es als Vertiefung für Ihre Qualifizierungsplanung.

FAQ

Häufige Fragen
zum Aufbau von KI-Kompetenzen

Diese Antworten helfen Ihnen bei der Planung. Beziehen Sie für die Auswahl Ihre Fachbereiche und zuständigen Verantwortlichen ein.

Welche KI-Kompetenzen brauchen alle Mitarbeitenden?

Planen Sie eine gemeinsame Basis für die relevanten Zielgruppen: KI verstehen, Grenzen erkennen, interne Regeln kennen und Ergebnisse prüfen. Die Vertiefung richtet sich nach Aufgabe, System und Risiko. Ein einheitlicher Kurs für die gesamte Belegschaft ist nicht automatisch die passende Lösung.

Wie berücksichtigen wir bei der KI-Kompetenzentwicklung unterschiedliche Vorkenntnisse?

Verbinden Sie eine kurze Selbsteinschätzung mit dem gemeinsamen Ausprobieren eines passenden Anwendungsfalls. Dabei werden Stärken, Fragen und Entwicklungsmöglichkeiten sichtbar. Erfahrene Personen können gezielt vertiefen; Einsteigende erhalten Grundlagen. Besprechen Sie später, was bei vergleichbaren Fällen besser gelingt und welche Unterstützung noch hilfreich ist.

Ist für Artikel 4 ein zertifizierter KI-Kurs erforderlich?

Nein. Nach der aktuellen Behördeneinordnung schreibt Artikel 4 keine externe Zertifizierung oder ein einheitliches Trainingsformat vor. Maßnahmen sollen zum Einsatzkontext und zu den relevanten Personen passen. Die Bundesnetzagentur empfiehlt, die durchgeführten Maßnahmen zu dokumentieren. Weitere Anforderungen konkreter KI-Systeme sind gesondert zu prüfen.

Wie passen KI-Trainings zu unseren Tools und Lizenzen?

Klären Sie vor der Auswahl die freigegebenen Tools, Versionen und verfügbaren Funktionen. Prüfen Sie, ob die Lerninhalte und Anwendungsfälle dazu passen und welche Zugänge benötigt werden. Bei KI-Inhouse-Schulungen können Inhalte und Praxisfälle auf Ihre eingesetzten Tools und Anwendungssituationen abgestimmt werden.

Lassen sich KI-Lerninhalte im vorhandenen LMS bereitstellen?

Ja, unsere digitalen Lerninhalte lassen sich grundsätzlich in ein vorhandenes LMS integrieren. Die passende Anbindung stimmen wir auf das Angebot und Ihre Lernumgebung ab. Sie benötigen jedoch kein eigenes LMS: E-Learnings sind auch über die Lernumgebung der Haufe Akademie zugänglich.

Ihr Qualifizierungsbedarf

Gemeinsam den nächsten Schritt planen

Sie möchten KI-Kompetenzen in Ihrem Unternehmen gezielt aufbauen oder bestehende Angebote weiterentwickeln? Beschreiben Sie uns Ihre Ziele und Rahmenbedingungen. Angaben zu Zielgruppen, Vorkenntnissen, eingesetzten Tools und Zeitraum helfen, den Bedarf einzuordnen. Gemeinsam klären wir, welche Weiterbildungsbausteine für Ihre Planung relevant sind.

Anne Müller & Lena Kaster

und ihr Team beraten Sie gerne zu unserem Portfolio zum KI-Kompetenzaufbau in Ihrem Unternehmen