Aktivieren Sie Ihr Selbstlernsystem

Veröffentlicht am
31.3.2020
von
Michael Bursik

Verteiltes Arbeiten im Home Office, 100%-Online-Meetings und permanente virtuelle Kollaboration sind nicht mehr Vision, sondern wurden in kürzester Zeit zum neuen Standard. Die „Zwangsdigitalisierung“ trifft unvorbereitete Unternehmen hart. Erfahren Sie in diesem Beitrag, warum Sie gerade jetzt über Experimente nachdenken sollten.

Die Zukunft ist jetzt

Wenn man in einiger Zeit nach dem wesentlichen Treiber für die digitale Transformation in deutschen Unternehmen fragen wird, dann werden wahrscheinlich mehr Leute einen Virus nennen als eine betriebliche Funktion. COVID-19 zwingt uns bereits heute dazu, so zu arbeiten, wie Digitalisierungstreiber es uns seit Jahren predigen.

Nur etwa die Hälfte deutscher Unternehmen war laut einer von statista publizierten Umfrage Anfang März 2020 technisch in der Lage, ihren Mitarbeitern das Arbeiten im Home Office zu ermöglichen. Ein Umstand, der nun mit Hochdruck korrigiert wird. Jene, die in der Pre-Corona-Welt die technischen, organisatorischen und personellen Vorkehrungen für digitale Zusammenarbeit getroffen haben, können sich nun während der Krise auf das Wesentliche konzentrieren: Der Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.  

Aufbruch statt Zusammenbruch

Ein wesentlicher Aspekt, um auch nach der Krise wieder durchstarten zu können, ist die Sicherung und der Ausbau von Wissen und Fähigkeiten im Unternehmen. Denn Prognosen über die anstehende Veränderung der Arbeitswelt wie der Jobs of Tomorrow Report des Weltwirtschaftsforums, werden sich eher beschleunigen als anzuhalten. In der aktuellen Situation sehen wir, dass viele der prognostizierten sozialen und digitalen Skills bereits jetzt akut benötigt werden. Weiterbildungsanbieter wie die Haufe Akademie stellen dafür Notfall-Pakete zur Verfügung, die durch diese herausfordernde Zeit helfen und ein Unternehmen wieder handlungsfähig machen.  

Doch obwohl viele nun kurzfristig handeln müssen, darf man die langfristige Perspektive nicht aus den Augen verlieren. Denn die derzeitige Krise sei auch eine historische Chance, um jene langfristigen Änderungen einzusteuern, die man aufgrund des Scheuens kurzfristiger Aufwände verschoben hat, meint Management-Berater Geoffrey Moore.  

Von Social Distancing zu Social Learning

In den vergangenen Jahren vermieden es viele Unternehmen in eine Veränderung der Lernkultur zu investieren. Meine Kollegin Katrin Thieme-Wagner brachte dies mit dem Weiterbildungsdilemma gut auf den Punkt: Obwohl Lernexperten seit Jahren die Überlegenheit informeller Lernprozesse propagieren, investieren Unternehmen traditionell stärker in klassische Lernformate. Die Devise „Never change a running system“ ist jedoch nicht mehr gültig, da das System zum Halt gekommen ist und die Nachfrage sich stark verändert hat.

In Zeiten von „Social Distancing“ suchen Mitarbeiter nicht nur verstärkt nach Kanälen für informellen Informationsaustausch, sondern brauchen auch schnellen Zugriff auf relevante Inhalte, um Kompetenzlücken on-the-job zu schließen. Anbieter von digitalen Kollaborationstools wie MS Teams oder Slack berichten über eine Vervielfachung der Nutzung. Und auch der Traffic auf digitalen Lerntools wie unserer Learning Experience Plattform hat sich in den letzten Wochen exponentiell gesteigert. Nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass sich die in der Grafik dargestellten 80% informellen Lernens nun zu 100% ins Netz verlagert haben.

A Test Picture

Selbstlernfähigkeit steigern mit der Haufe Learning Experience

Um den Bedarf an informellem Lernen abzudecken und Social Learning zu ermöglichen, wurde die Haufe Learning Experience entwickelt. In ihrer vollen Ausbaustufe stärkt sie die Selbstlernfähigkeit Ihres Unternehmens und sorgt so dafür, dass Skillbedarfe frühzeitig sichtbar und gedeckt werden können.  

Bei der Haufe Learning Experience Plattform handelt es sich um ein mehrfach ausgezeichnetes, adaptives Lernsystem, das individualisierte Lernreisen ermöglicht. Nutzer erhalten für sie optimierte Inhalte ausgespielt, was den schnelleren Zugriff auf relevanten Content und eine reduzierte time-to-competency ermöglicht.

Darüber hinaus bietet die Plattform zahlreiche soziale Funktionen, die Lernen zu einer Erfahrung machen:  

  • Gruppen: Mitarbeiter können sich in Gruppen selbst organisieren, „Communities of Practice“ bilden und dort Inhalte kuratieren
  • Learning Influencer: Mitarbeiter haben die Möglichkeit eigene Inhalte hochzuladen und damit eigene Expertise zu zeigen  
  • Mentoren: Interne Experten haben die Möglichkeit sich mit einem Klick als Mentoren zur Verfügung zu stellen
  • Feedback: Rückmeldungen auf Basis von Fähigkeiten stärken den zielorientierten Austausch und damit die Professionalität im Unternehmen  
  • Integration: Die einfache Integration in Kollaborationsplattformen wie Teams oder Slack sorgt für eine weitere Annäherung von Arbeiten und Lernen – Auf dem einen Tool wird diskutiert und entschieden, auf dem anderen werden Erfahrungen festgehalten und Lernräume eröffnet.  

Der Weg in eine rein digitale Personalentwicklung mag weit klingen, doch er beginnt mit dem ersten Schritt. Gerne unterstützen wir Sie bei der Einrichtung Ihres ersten Experiments mit neuen Lernformaten. Kontaktieren Sie uns gerne für ein unverbindliches Beratungsgespräch und starten Sie schon morgen in ihr erstes Pilotprojekt.

Michael Bursik

Michael Bursik

Michael Bursik ist Senior Learning Strategist bei der Haufe Akademie und unterstützt Unternehmen dabei, das implizite Wissen in ihrer Organisation zu heben.

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Oliver Plick

Consultant
Digital Learning Solutions

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