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EU-Richtlinie 2026 – Korruptionsbekämpfung
Wesentliche Inhalte und neue Anforderungen für die Praxis
Inhalte
Da die neue EU-Richtlinie als Mindestanforderungen für alle EU-Mitgliedsstaaten innerhalb von zwei Jahren umzusetzen ist, sollten alle Unternehmen und Behörden sich auf die neuen Strafnormen vorbereiten.
Ziele der neuen EU-Richtlinie zur Bekämpfung der Korruption
- Die wesentlichen Ziele der neuen Richtlinie.
- Mindestanforderungen zur Korruptionsbekämpfung innerhalb der EU.
- Was müssen die Mitgliedstaaten nun umsetzen?
- Die wesentlichen Erwägungsgründe.
- Begriffsbestimmungen – Unterschiede zum bisherigen deutschen Recht.
- Einordnung in bestehende Compliance-, Governance- und Strafrechtsstrukturen.
- Erwartete Auswirkungen auf Unternehmen, Behörden und öffentliche Einrichtungen.
Korruptionsdelikte im öffentlichen Sektor
- Bestechung im öffentlichen Sektor (Art. 3).
- Veruntreuung (Art. 5 Abs. 1).
- Unerlaubte Einflussnahme (Art. 6).
- Rechtswidrige Ausübung öffentlicher Ämter (Art. 7).
- Behinderung der Justiz (Art. 8).
- Bereicherung durch Korruptionsdelikte (Art. 9).
- Typische Praxisfälle und Abgrenzungsfragen.
Korruptionsdelikte im privaten Sektor
- Bestechung im privaten Sektor (Art. 4).
- Veruntreuung (Art. 5 Abs. 2).
- Abgrenzung zu zulässigen Geschäfts- und Vorteilsgewährungen.
- Risiken in Einkauf, Vertrieb, Drittparteien- und Lieferantenmanagement.
Allgemeine Regelungen für die Strafnormen
- Verheimlichung (Art. 10).
- Verjährungsfristen (Art. 19).
- Sicherstellung und Einziehung (Art. 27).
- Schutz von Hinweisgebern.
- Rechte der Opfer (Art. 29).
- Anforderungen an Dokumentation und Nachweisführung.
- Schnittstellen zu internen Untersuchungen und Compliance-Prozessen.
Sanktionen und Maßnahmen gegen natürliche Personen
- Die neuen Strafandrohungen (Art. 12 Abs. 1 und Abs. 2).
- Zusätzliche strafrechtliche und nicht-strafrechtliche Sanktionen und Maßnahmen (Art. 12 Abs. 4).
- Haftungs- und Organisationspflichten von Führungskräften.
- Anforderungen an Aufsicht und Überwachung innerhalb der Organisation.
Verantwortlichkeit juristischer Personen, Sanktionen und Maßnahmen gegen juristische Personen
- Strafnorm für juristische Personen (Art. 13).
- Sanktionen und Maßnahmen gegen juristische Personen (Art. 14) – Entwicklungen hin zu einer stärkeren Unternehmensverantwortung bei Korruptionsdelikten.
- Anforderungen an Governance- und Compliance-Strukturen.
- Bedeutung eines wirksamen Compliance Management Systems zur Risikominimierung.
Erschwerende und mildernde Umstände
- Regelungen für erschwerende Umstände (Art. 15).
- Regelungen für mildernde Umstände (Art. 16), insbesondere auch für juristische Personen.
- Nachweis von wirksamen Compliance-Systemen.
- Selbstanzeige und Abhilfemaßnahmen.
- Zusammenarbeit mit Behörden und Bedeutung präventiver Maßnahmen.
Sonstige allgemeine Regelungen
- Regelungen für Korruptionsbekämpfungsstellen.
- Korruptionsverhütung und nationale Strategien.
- Anforderungen an Präventions- und Kontrollmaßnahmen.
- Anforderungen an interne Melde- und Hinweisgebersysteme.
- Anforderungen an Schulung, Kommunikation und Compliance-Kultur.
Umsetzungserfordernisse für Unternehmen und Behörden
- Was bedeutet dies für die Compliance-Praxis in Unternehmen und Behörden?
- Welche Änderungsbedarfe ergeben sich für interne Richtlinien zur Korruptionsprävention?
- Wie kann ich ein „wirksames“ Compliance Management System nachweisen?
- Risikobewertung und Compliance Risk Assessment als Grundlage wirksamer Prävention.
- Kurzer Einblick in die ISO 37001 bzw. ISO 37301.
- Anforderungen an Governance-, Kontroll- und Dokumentationsprozesse.
- Anforderungen an die Prozessregeln für interne Ermittlungen.
- Entwicklung eines praxisnahen Maßnahmenplans zur Umsetzung der neuen Anforderungen.
Lernumgebung
In deiner Online-Lernumgebung findest du nach deiner Anmeldung nützliche Informationen, Downloads und Extra-Services zu dieser Qualifizierungsmaßnahme.
Dein Nutzen
- Du informierst dich frühzeitig über die Anforderungen der neuen EU-Richtlinie zur Korruptionsbekämpfung und deren Auswirkungen auf die Compliance-Praxis.
- Du erhältst einen Überblick über die kommenden Veränderungen der Straftatbestände für Korruption in Europa.
- Du erhältst Orientierung zu neuen Haftungs- und Verantwortlichkeitsregelungen für Unternehmen und Führungskräfte.
- Du erkennst den konkreten Anpassungsbedarf für Compliance Management Systeme, interne Richtlinien und Präventionsmaßnahmen.
- Du erfährst, wie du ein wirksames Compliance Management System nachweisen und regulatorische Erwartungen erfüllen kannst.
- Du diskutierst praxisnahe Umsetzungsansätze für interne Ermittlungen, Hinweisgeberschutz und Abhilfemaßnahmen.
- Du diskutierst mit dem Experten und den anderen Teilnehmer:innen, welche Bedeutung diese Regelungen für die Compliance-Funktion haben werden und wie du künftig ein wirksames Compliance Management System nachweisen kannst.
- Teilnehmende erhalten konkrete Ansätze, um Umsetzungsbedarfe zu erkennen und wirksame Compliance-Strukturen nachzuweisen.
Methoden
Praxisorientierter Vortrag, Darstellung und Diskussion der wesentlichen Grundlagen, Erfahrungsaustausch.
Empfohlen für
Compliance Officer, Compliance Manager:innen, Compliance Beauftragte – unabhängig von der Grundausbildung (Jurist:innen, Betriebswirt:innen etc.), Mitarbeitende aus Compliance-Abteilungen sowie Fach- und Führungskräfte mit Verantwortung für Compliance oder Compliance Management und Compliance-Verantwortliche bei Behörden oder sonstigen öffentlichen Einrichtungen.
- Passgenau abgestimmte Trainings
- Direkter Praxistransfer
- Effizienter Zeit- und Kosteneinsatz
Starttermine und Details
Donnerstag, 20.08.2026
09:00 Uhr - 17:00 Uhr
Dienstag, 10.11.2026
09:00 Uhr - 17:00 Uhr
Montag, 08.02.2027
09:00 Uhr - 17:00 Uhr
Donnerstag, 15.04.2027
09:00 Uhr - 17:00 Uhr
Mittwoch, 12.05.2027
09:00 Uhr - 17:00 Uhr
Donnerstag, 17.06.2027
09:00 Uhr - 17:00 Uhr
Montag, 19.07.2027
09:00 Uhr - 17:00 Uhr
Dienstag, 17.08.2027
09:00 Uhr - 17:00 Uhr
Freitag, 17.09.2027
09:00 Uhr - 17:00 Uhr