Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten (VVT) praxisnah erstellen und nutzen
Vom Pflichtdokument zum zentralen Steuerungsinstrument im Datenschutz
Einordnung des VVT in die DSGVO-Rechenschaftspflicht
- Grundprinzip der Rechenschaftspflicht nach Art. 5 DSGVO.
- Bedeutung von Dokumentationspflichten im Datenschutz.
- Rolle des VVT im Datenschutzmanagementsystem.
- VVT als Nachweisinstrument gegenüber Aufsichtsbehörden.
Rechtliche Mindestanforderungen und sinnvolle Ergänzungen
- Pflichtinhalte und optionale Inhalte von Verarbeitungsverzeichnissen nach Art. 30 DSGVO.
- Beschreibung von Zweck und Rechtsgrundlage der Verarbeitung.
- Kategorien von betroffenen Personen und Datenarten.
- Empfänger, Auftragsverarbeiter und Drittlandübermittlungen.
Strukturierungsansätze für Verarbeitungstätigkeiten
- Abteilungsbasierte Strukturierung von Verarbeitungstätigkeiten.
- Prozessorientierte Strukturierung entlang von Geschäftsprozessen.
- System- oder anwendungsbasierte Strukturierung.
- Zusammenfassung ähnlicher Verarbeitungsvorgänge.
- Kriterien für eine praktikable und übersichtliche Struktur.
- Handlungsempfehlungen für eine praxistaugliche Umsetzung.
Typische Praxisfehler und wie sie vermieden werden
- Zu allgemeine oder unklare Beschreibungen von Verarbeitungstätigkeiten.
- Zu starke Detailtiefe oder unübersichtliche Struktur.
- Fehlende Aktualisierung des VVT bei Prozessänderungen.
- Unzureichende Einbindung von Fachabteilungen.
- Fehlende Nutzung des VVT als Arbeitsinstrument im Datenschutz.
Nutzung des VVT als Schnittstelle zu DSFA, TOMs und Prüfungen
- Das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten als zentraler Bestandteil des DSMS.
- Das VVT als Ausgangspunkt für Datenschutzfolgenabschätzungen.
- Verbindung zwischen Verarbeitungstätigkeiten und technischen sowie organisatorischen Maßnahmen.
- Nutzung des VVT bei internen Datenschutzprüfungen.
- Bedeutung des VVT für Audits und Kontrollen durch Aufsichtsbehörden.
Praxisbeispiele und gemeinsame Einordnung
- Hilfsmittel/Tools für die Erstellung von Verarbeitungsverzeichnissen.
- Verarbeitung von Beschäftigtendaten im Personalmanagement.
- Kundendatenverarbeitung im Vertrieb und CRM-Systemen.
- Einsatz von Videoüberwachung im Unternehmen.
- Nutzung von Cloud-Diensten und externen IT-Systemen.
- Gemeinsame Analyse und Einordnung von Verarbeitungstätigkeiten im Seminar.
In deiner Online-Lernumgebung findest du nach deiner Anmeldung nützliche Informationen, Downloads und Extra-Services zu dieser Qualifizierungsmaßnahme.
In diesem Seminar lernst du:
- welche Inhalte im VVT zwingend erforderlich sind und wo in Prüfungen häufig Schwachstellen auftreten.
- wie du Verarbeitungstätigkeiten strukturiert abbildest, ohne reine Listenpflege zu betreiben.
- wie das VVT als Ausgangspunkt für TOMs, Datenschutzfolgenabschätzungen, Löschkonzepte und Nachweisdokumentation genutzt werden kann.
- wie du Fachbereiche effizient einbindest, ohne den Prozess unnötig zu verkomplizieren.
- wie du Pflege, Aktualisierung und Verantwortlichkeiten realistisch organisierst.
Das Seminar kombiniert einen strukturierten Vortrag mit einer klar aufgebauten Folienpräsentation und praxisnahen Gruppenarbeiten anhand konkreter Praxisbeispiele und Best Practices. So erarbeiten die Teilnehmenden eine praxistaugliche Richtschnur für die Erstellung, Pflege und Nutzung eines Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten. Eine moderierte Fragerunde mit Ausblick bildet den Abschluss.
Das Seminar richtet sich an Datenschutzbeauftragte, Datenschutzkoordinator:innen sowie Fach- und Führungskräfte aus Compliance, IT und Organisation, die ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten erstellen, aktualisieren oder praxistauglich weiterentwickeln möchten. Grundlegende Datenschutzkenntnisse sind von Vorteil.
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- Passgenau abgestimmte Trainings
- Direkter Praxistransfer
- Effizienter Zeit- und Kosteneinsatz