Lohnpfändung und Gehaltsabtretung für Einsteiger:innen
Basiswissen für eine korrekte Pfändungsbearbeitung
Inhalte
Aufbau und Inhalt des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses
Verfahren der Pfändung, Zustellungsmängel
Wirkung des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses
Geltendmachung von privatrechtlichen und öffentlichen Forderungen
Pflichten und Haftungsrisiken des Arbeitgebers bei der Vorpfändung
Drittschuldnerauskunft, Verpflichtung zur Herausgabe von Unterlagen?
Pfändungsbeträge bei einer Normalpfändung richtig berechnen
- Arbeitseinkommen, Naturalbezüge.
- Unpfändbare Bezüge.
- Anwendung und Umsetzung der „Nettomethode".
- Richtiges Vorgehen bei Entgeltumwandlung und vermögenswirksamen Leistungen.
- Änderung der Lohnsteuerklasse.
- Korrekte Ermittlung der unterhaltsberechtigten Personen.
Unterhaltspfändung
- Richtiges Verständnis des Pfändungsbeschlusses bei einer Unterhaltspfändung.
- Bedeutung des gerichtlichen Freibetrags.
- Richtige Ermittlung des pfändbaren Betrags.
Zusammentreffen einer Normalpfändung mit einer nachfolgenden Unterhaltspfändung
Sonderfälle der Pfändung
- Vorschuss, Abschlagszahlung.
- Durchsetzung eigener Ansprüche durch Aufrechnung bei Zusammentreffen mit einer Pfändung.
- Besonderheiten bei Einmalzahlungen und Abfindungen.
Lohnabtretung, Zusammentreffen einer Abtretung mit einer Pfändung
Richtige Schuldentilgung
Kosten des Arbeitgebers durch die Bearbeitung von Pfändungen
Erweiterter Pfändungsschutz durch Erhöhung des Freibetrags
Haftungsvermeidung durch Erwirken eines Klarstellungsbeschlusses
Beendigung der Pfändung
Lernumgebung
In deiner Online-Lernumgebung findest du nach deiner Anmeldung nützliche Informationen, Downloads und Extra-Services zu dieser Qualifizierungsmaßnahme.
Dein Nutzen
Du erhältst einen ausführlichen und systematischen Einblick in die grundlegenden Themen des Pfändungsrechts. Anhand vieler praktischer Beispiele lernst du, wie du
- die Pfändungen und Abtretungen rationell und kostengünstig abwickelst,
- bestehende Haftungsrisiken vermeidest,
- sowohl Routine- als auch Sonderfälle der Pfändung effizient, schnell und rechtssicher erledigst.
Methoden
Kurzvorträge und Präsentation, konkrete Fallbeispiele, praktische Übungen und Gestaltungstipps für die Praxis.
Empfohlen für
Personalleiter:innen, Personalsachbearbeiter:innen sowie Mitarbeitende der Entgeltabrechnung, die noch keine oder nur geringe Kenntnisse im Pfändungsrecht mitbringen oder nur hin und wieder mit Pfändungen befasst sind.
Fragen zu den Seminarinhalten
Wenn du erstmals mit einer Lohnpfändung konfrontiert wirst, entstehen häufig Unsicherheiten hinsichtlich der gesetzlichen Anforderungen und der notwendigen Arbeitsschritte. Im Seminar erhältst du einen strukturierten Überblick über den gesamten Ablauf eines Pfändungsverfahrens. Dadurch kannst du neue Fälle schneller erfassen und die erforderlichen Maßnahmen von Beginn an nachvollziehbar umsetzen.
Die Ermittlung des pfändbaren Einkommens erfordert die genaue Bewertung unterschiedlicher Entgeltbestandteile. Im Seminar erfährst du, welche Vergütungen vollständig, teilweise oder gar nicht pfändbar sind. Dadurch kannst du Berechnungen nachvollziehen und die Auswirkungen einzelner Entgeltarten auf das pfändbare Einkommen besser einschätzen.
Unterhaltsberechtigte Personen haben unmittelbaren Einfluss auf die Höhe des pfändbaren Einkommens. Im Seminar lernst du, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche Nachweise in der Praxis relevant sind. Dadurch kannst du Freibeträge sachgerecht berücksichtigen und die persönlichen Verhältnisse von Beschäftigten richtig einordnen.
Bei Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld oder anderen Sonderzahlungen gelten teilweise abweichende Pfändungsvorschriften. Im Seminar erfährst du, welche Besonderheiten bei der Behandlung solcher Zahlungen zu berücksichtigen sind. Dadurch kannst du die Auswirkungen unterschiedlicher Vergütungsformen auf bestehende Pfändungen besser nachvollziehen.
Treffen mehrere Pfändungen aufeinander, müssen gesetzliche Rangfolgen beachtet werden. Im Seminar lernst du, nach welchen Grundsätzen die Reihenfolge der Gläubiger bestimmt wird und wie konkurrierende Ansprüche behandelt werden. Dadurch kannst du auch bei mehreren Beteiligten den Überblick behalten und die Ansprüche richtig zuordnen.
Das Zusammentreffen von Pfändungen und Gehaltsabtretungen wirft häufig Fragen zur rechtlichen Vorrangstellung auf. Im Seminar erfährst du, welche Unterschiede zwischen beiden Instrumenten bestehen und welche Bedeutung der zeitlichen Reihenfolge zukommt. Dadurch kannst du die jeweiligen Rechtswirkungen besser voneinander abgrenzen.
Fehler bei der Bearbeitung von Pfändungen können finanzielle Folgen für den Arbeitgeber haben. Im Seminar erfährst du, welche gesetzlichen Verpflichtungen bestehen und an welchen Stellen besondere Sorgfalt erforderlich ist. Dadurch erkennst du potenzielle Risikobereiche frühzeitig und kannst typische Fehlerquellen vermeiden.
- Passgenau abgestimmte Trainings
- Direkter Praxistransfer
- Effizienter Zeit- und Kosteneinsatz
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Starttermine und Details

Montag, 27.07.2026
09:00 Uhr - 17:00 Uhr
- ein gemeinsames Mittagessen pro vollem Seminartag,
- Pausenverpflegung und
- umfangreiche Arbeitsunterlagen.

Donnerstag, 05.11.2026
09:00 Uhr - 17:00 Uhr
- ein gemeinsames Mittagessen pro vollem Seminartag,
- Pausenverpflegung und
- umfangreiche Arbeitsunterlagen.

Dienstag, 02.02.2027
09:00 Uhr - 17:00 Uhr
- ein gemeinsames Mittagessen pro vollem Seminartag,
- Pausenverpflegung und
- umfangreiche Arbeitsunterlagen.
- ein gemeinsames Mittagessen pro vollem Seminartag,
- Pausenverpflegung und
- umfangreiche Arbeitsunterlagen.
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Gehaltspfändung: Vorgehen des Arbeitgebers nach Eingang Pfändungsbeschluss
Gehaltspfändungen unterliegen rechtlichen Regelungen und Gesetzen. Diese müssen - für eine Gehaltspfändung - vom Arbeitgeber nach Eingang eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses (PfÜB) zwingend beachtet werden. Ein PfÜB ist ein vom Vollstreckungsgericht erlassener Akt der Zwangsvollstreckung. Dadurch wird auf eine Forderung des:der Schuldners:in gegenüber einem Drittschuldner (hier: Arbeitgeber) zugegriffen.
Bei einer Gehaltspfändung erfolgt die Pfändung von Forderungen durch die Zustellung des Pfändungsbeschlusses. Die Zustellung ist vom:von der Gläubiger:in zu veranlassen. Die Verwertung erfolgt durch den Überweisungsbeschluss. Generell werden sowohl Pfändungs- als auch Überweisungsbeschluss gemeinsam an den Drittschuldner übersandt. Genannt werden diese beiden Beschlüsse gemeinsam: Pfändungs- und Überweisungsbeschluss (PfÜB). Auch dem:der Schuldner:in ist bzgl. der Gehaltspfändung der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss zuzustellen.

