Geldwäscheprävention im Nichtfinanzsektor
Aktuelle rechtliche Anforderungen und bewährte Praktiken
Abgestimmt auf die Branchen der Seminarteilnehmer:innen werden die Themenfelder besprochen und mit Beispielen belebt, bspw. für den gewerblichen Güterhandel wie Automobil-, Boots-, Edelmetallhandel, Kunstvermittler und Galeristen, auch Immobilienmakler, Notare, Finanzunternehmen oder die Versicherungsvermittlung.
Aktuelle Rechtslage
Kurze Einführung
- Aktueller europarechtlicher und nationaler Rechtsrahmen.
- Grundprinzipen der Geldwäscheprävention, bspw. risk based approach.
- Struktur des Geldwäschegesetzes (GwG), Rechtsverordnungen; weitere Gesetze.
- Wissensnuggets: Nationale Risikoanalyse, FIU, AuA Aufsichtsbehörden.
Risikomanagement
- Risikoanalyse; Kundenprofilbewertungen.
- Interne Sicherungsmaßnahmen mit gruppenweiten Verfahren.
- Bestellung von Geldwäschebeauftragten.
- Unterrichtung von Mitarbeiter:innen,
- Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten.
Kernbereich Kundensorgfaltspflichten
- Allgemeine, verstärkte und vereinfachte Sorgfaltspflichten mit Beispielen.
- Wirtschaftlich Berechtigte, politisch exponierte Personen, Hochrisikostaaten.
- vertragliche Auslagerung auf Dritte.
Transparenzregister und Verdachtsmeldungen
- Transparenzpflichten; Unstimmigkeitsmeldung; Angaben zu Immobilien.
- Meldepflichten; elektronisches Meldeportal; Verdachtsmeldeverfahren.
Geldwäscheaufsicht
- Mitwirkungspflichten, Hinweisgebersysteme, Datenschutz, Bekanntmachung bestandskräftiger Maßnahmen durch Aufsichtsbehörden.
Praktische Umsetzung des GwG
- Dein persönliches „Awareness-Programm“ für die ersten 100 Tage.
- Best Practices – Beispiele verdächtiger Transaktionen; deine Beispiele.
Künftige Rechtslage
EU-Legislativpaket
- Neue Geldwäscheverordnung (AML-VO).
- neue Geldwäscherichtlinie (AMLD6).
- überarbeitete Verordnung zur Geldtransferverordnung.
- Errichtung europäische Geldwäscheaufsichtsbehörde (AMLA).
Du erhältst das notwendige Fachwissen und die praktischen Werkzeuge, um die Anforderungen des GwG im Nichtfinanzsektor effektiv umzusetzen:
- Umfassendes Verständnis für die Geldwäscheprävention und damit verbundener, rechtlicher Anforderungen.
- Fähigkeit zur Identifizierung geldwäscherelevanter Risiken, um geeignete Risikomanagementstrategien zu ergreifen.
- Kenntnis bewährter Verfahren zur Kundenidentifikation und -überprüfung nach dem GwG.
- Bearbeitung von Verdachtsmeldefällen und korrekte Dokumentation.
- Implementierung effektiver interner Kontrollen und Auditverfahren zur Gewährleistung der Compliance.
- Sensibilisierung der Mitarbeitenden und Schaffung einer Compliance-Kultur innerhalb des Unternehmens.
- So schützt du dein Unternehmen vor finanziellen Verlusten, rechtlichen Konsequenzen und Reputationsrisiken.
- Tipps und Hinweise zur Vorbereitung auf den neuen EU-Rechtsrahmen der AML-VO und der AMLD6 und Geldtransfer-VO etc.
Du erhältst das notwendige Fachwissen und praktische Hinweise, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung rechtzeitig erkennen zu können. Einzel- und Gruppenarbeiten, Diskussion von Fallbeispielen, Erfahrungsaustausch, Trainer-Input, erfahrungs- und handlungsorientiertes Lernen steht im Vordergrund. Du erhältst direktes Feedback, das dich weiterbringt!
Gewerbliche Güterhändler:innen (bspw. der Automobil-, Boots-, Edelstein-, Schmuck- und Uhrenbranche), Kunsthändler:innen und -vermittler:innen oder Galerist:innen, Immobilienmakler:innen, Notar:innen, Steuerberater:innen sowie nach GwG verpflichtete Versicherungsvermittler:innen, Geschäftsführende, Compliance Officer, Compliance Manager:innen, die für die Umsetzung und Einhaltung der Compliance-Richtlinien verantwortlich sind - unabhängig von ihrer Grundausbildung (Jurist:innen, Betriebswirt:innen, etc.). Der Crashkurs richtet sich auch an (Nachwuchs-)Führungskräfte und Quereinsteiger:innen im Bereich Compliance. Manager:innen, Steuerberater:innen, Wirtschaftsprüfer:innen, Rechtsanwält:innen, Wirtschaftsjurist:innen und Compliance-Verantwortliche, die ein umfassendes praxisrelevantes Verständnis der Geldwäscheprävention nach GwG und der damit verbundenen rechtlichen Anforderungen im Nichtfinanzsektor benötigen.
Deine Vorteile im Überblick
Kleine Gruppe – großer Lernerfolg
Rundum versorgt
- gemeinsames Mittagessen pro vollem Seminartag
- Pausenverpflegung
Alle Lernmaterialien auf einen Blick
Fragen zu den Seminarinhalten
Das Geldwäschegesetz (GwG) richtet sich nicht nur an Banken und Finanzinstitute, sondern ausdrücklich auch an eine Vielzahl von Unternehmen im Nichtfinanzsektor. Wer Immobilien vermittelt, Kunstwerke handelt, Edelmetalle, Schmuck, Uhren oder hochwertige Güter wie Automobile oder Boote verkauft, ist nach dem GwG als Verpflichtete:r eingestuft – und muss entsprechende Sorgfaltspflichten, Risikoanalysen und interne Sicherungsmaßnahmen umsetzen. Das Seminar vermittelt einen vollständigen Überblick über den aktuellen europarechtlichen und nationalen Rechtsrahmen, erklärt die Grundprinzipien der Geldwäscheprävention – insbesondere den risikobasierten Ansatz – und zeigt, welche konkreten Pflichten sich daraus für deine Branche und dein Unternehmen ergeben. Wer diese Pflichten nicht kennt, riskiert empfindliche Bußgelder und erhebliche Reputationsschäden – denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
Die Risikoanalyse ist der erste und wichtigste Schritt bei der Umsetzung des GwG: Sie bestimmt, welche Kunden, Transaktionen und Geschäftsbeziehungen in deinem Unternehmen ein erhöhtes Geldwäscherisiko aufweisen – und damit, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Das Seminar zeigt, wie eine strukturierte Risikoanalyse methodisch aufgebaut wird, wie Kundenprofilbewertungen erstellt werden und wie interne Sicherungsmaßnahmen – einschließlich gruppenweiter Verfahren – daraus abgeleitet werden. Dabei wird auch die Frage behandelt, wann und wie ein:e Geldwäschebeauftragte:r bestellt werden muss und welche Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten das Gesetz vorschreibt. Wer diesen Prozess einmal sauber durchgeführt hat, legt nicht nur das Fundament für ein wirksames Präventionsprogramm, sondern schafft auch die Grundlage für eine belastbare Verteidigung gegenüber Aufsichtsbehörden im Prüfungsfall.
Die Kundensorgfaltspflichten sind das Herzstück des GwG: Sie regeln, wie Kund:innen und Geschäftspartner:innen identifiziert, überprüft und eingestuft werden müssen – und in welchem Umfang dies zu geschehen hat. Das Seminar behandelt alle drei Stufen der Sorgfaltspflichten anhand konkreter Beispiele aus dem Nichtfinanzsektor: Wann reichen allgemeine Sorgfaltspflichten aus? Wann sind vereinfachte Maßnahmen zulässig? Und wann sind verstärkte Sorgfaltspflichten zwingend – etwa bei politisch exponierten Personen, Hochrisikostaaten oder ungewöhnlichen Transaktionsstrukturen? Darüber hinaus wird erläutert, unter welchen Voraussetzungen Sorgfaltspflichten vertraglich auf Dritte ausgelagert werden können – ein Aspekt, der in der Praxis erhebliche Effizienzpotenziale bietet, aber auch klare rechtliche Grenzen hat.
Geldwäsche funktioniert häufig über komplexe Unternehmensstrukturen, Treuhandverhältnisse oder Strohmänner, die die wahren Eigentümer verschleiern. Das GwG verpflichtet Unternehmen daher zur Identifizierung des wirtschaftlich Berechtigten – also der natürlichen Person, die letztlich hinter einer Transaktion oder Geschäftsbeziehung steht. Das Seminar erklärt, wie wirtschaftlich Berechtigte nach dem GwG definiert werden, welche Nachweispflichten bestehen und wie das Transparenzregister dabei als Hilfsmittel genutzt werden kann. Gleichzeitig wird vermittelt, welche Transparenzpflichten für Unternehmen selbst bestehen, was bei Unstimmigkeitsmeldungen zu beachten ist und welche besonderen Anforderungen bei Immobilientransaktionen gelten – ein Bereich, der in den letzten Jahren besonders intensiv von Aufsichtsbehörden überprüft wird.
Wer als Verpflichtete:r nach dem GwG einen Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung hat, ist zur Meldung an die Financial Intelligence Unit (FIU) verpflichtet – und zwar bevor die verdächtige Transaktion durchgeführt wird, sofern dies möglich ist. Das Seminar vermittelt, wie das elektronische Meldeportal der FIU genutzt wird, welche Informationen eine Verdachtsmeldung enthalten muss und wie das gesamte Verdachtsmeldeverfahren strukturiert ist. Dabei wird auch die Frage behandelt, welche Konsequenzen eine unterlassene Meldung haben kann – und wie du dich und dein Unternehmen durch eine sorgfältige Dokumentation schützt. Anhand von Best-Practice-Beispielen verdächtiger Transaktionen lernst du, typische Muster zu erkennen und im Ernstfall schnell und korrekt zu handeln.
- Passgenau abgestimmte Trainings
- Direkter Praxistransfer
- Effizienter Zeit- und Kosteneinsatz
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Starttermine und Details

Mittwoch, 12.05.2027
09:00 Uhr - 17:00 Uhr
- ein gemeinsames Mittagessen pro vollem Seminartag,
- Pausenverpflegung und
- umfangreiche Arbeitsunterlagen.
- ein gemeinsames Mittagessen pro vollem Seminartag,
- Pausenverpflegung und
- umfangreiche Arbeitsunterlagen.
